Codierung im Fokus

Mehr Sicherheit für Pharmaunternehmen und Patienten durch Track & Trace

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15.09.2015 Der Markt mit Produktfälschungen boomt. In der Pharmaindustrie bedeutet das nicht nur große wirtschaftliche Verluste, sondern birgt vor allem für Patienten hohe Risiken. Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit soll deswegen die Transparenz der gesamten Lieferkette erhöhen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Aufgrund des florierenden Marktes mit Medikamentenfälschungen sind Pharmahersteller künftig in der Pflicht, ihre Produkte zu serialisieren; also eine Rückverfolgbarkeit zu ermöglichen. In der EU beispielsweise greift die entsprechende Richtlinie ab dem Jahr 2018.
  • Bis dahin müssen die Hersteller Systeme installiert haben, mit denen sich die Kennzeichnung auf Lesbar- und Richtigkeit überprüfen und im Anschluss dokumentieren lässt. Diese Systeme können zum Nadelöhr innerhalb der Produktion werden.

Bildverarbeitungsgestützte Track & Trace Systeme, wie die entwickelten Serialisierungsmodule von Industrielle Sensorsysteme Wichmann (ISW), bieten dabei entscheidende Vorteile, um die hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen der Branche abzudecken.

Richtlinien kennen – und vorbereiten
Bis spätestens 2018 müssen Pharmaunternehmen die Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte entsprechend national unterschiedlicher Normen, Regularien und Gesetze gewährleisten. Für die Umsetzung greifen die Produzenten dabei verstärkt auf das Know-how von Experten für industrielle Bildverarbeitung wie ISW zurück, die sich auf anwendungsspezifische Lösungen berührungsloser Qualitätskontrollen spezialisiert haben. Seit mehr als 20 Jahren ist das Unternehmen im Pharmabereich aktiv und verzeichnet im Bereich Track & Trace aktuell zweistellige Zuwachsraten. „Diesem steigenden Bedarf haben wir nun durch eigenständige Produkte, wie der PALC-Anlage, Rechnung getragen“, erklärt Stefan Tukac, Prokurist bei ISW, und ergänzt: „PALC steht dabei für Package Aggregation Line Controller Unit, die Produzenten als Modul inline in jede beliebige Fertigungsanlage zur Serialisierung verpackter pharmazeutischer Produkte integrieren können.“

Bildverarbeitung kann mehr leisten
Innerhalb einer Fertigungslinie bedient die zuführende Anlage PALC mit verpackten Pharmaprodukten. „Beim Einlauf werden die Schachteln vereinzelt und entsprechend der jeweiligen Anforderungen bedruckt, um sie mittels verschiedener Codierungen mit Klarschrift eindeutig identifizier- und rückverfolgbar zu machen. Anschließend erfolgt eine Qualitätskontrolle und -bewertung“, umreißt Tukac die Funktionsweise. Dabei setzt ISW auf ein bildverarbeitungsgestütztes System, dem eine Baumer Gig-E-Kamera der TX-Serie hochauflösende Bilder liefert. Damit kann das System sowohl aufgebrachte 1D- und 2D-Codes, bildhafte Darstellungen wie Logos sowie Klarschrift auf Korrektheit und Güte kontrollieren. „Nicht einwandfreie Produkte werden direkt ausgesondert“, ergänzt Tukac. Mit einer Auflösung von 2 Megapixel liefern die Kameras bis zu 7 Bilder/s und sind geeignet auch feine Abweichungen zu detektieren und gleichzeitig hohe Geschwindigkeiten abzubilden. Mit einer Geschwindigkeit von 30 m/min kann die Maschine – abhängig von der Verpackungsgröße und den jeweiligen Markierungsvorgaben – bis zu 400 Produkte/min serialisieren.

Heftausgabe: September 2015
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Nicole Marofsky, Marketing Communication im Vision Competence Center bei Baumer

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