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Merck berichtet Erlössteigerung um 11 Prozent

08.03.2012 Das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn um 11 Prozent gesteigert: Mit 10.276 Mio. Euro lag das Ergebnis rund 1 Mrd. Euro über dem Vorjahr. Allerdings musste das Unternehmen Abschreibungen nach der Millipore-Übernahme sowie Rückschläge in der Arzneimittelentwicklung kompensieren.

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Merck berichtet Erlössteigerung um 11 Prozent

Der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck hat seine Bilanz für 2011 vorgelegt (Bildquelle: (Bild: Merck))

Die Abschreibungen waren im Zuge der Übernahme des Labortechnik-Unternehmens Millipore notwendig geworden. Merck hatte Millipore 2010 für ca. 5 Mrd. Euro gekauft. Außerdem musste die Entwicklung eines Parkinson-Arzneimittels sowie eines Präparsts für Multiple Sklerose gestoppt werden. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Erlös leicht steigen.

„Merck erwirtschaftete 2011 ein gutes Operatives Ergebnis in einem herausfordernden Umfeld. Erstmals in unserer Firmengeschichte haben wir die Schwelle von 10 Mrd € bei den Gesamterlösen überschritten“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Wir haben unsere Ergebnis-Prognose erfüllt – trotz hoher Einmaleffekte und der nachlassenden Konjunktur. Da wir von zunehmendem Wettbewerbs- und Marktdruck in unseren Geschäften in den kommenden Jahren ausgehen, haben wir vor kurzem ein Effizienzsteigerungsprogramm gestartet, das alle Geschäftsbereiche und Regionen erfassen und Ineffizienzen abstellen wird. Die daraus frei werdenden Ressourcen wollen wir in künftige Wachstumsmärkte investieren.”
Organisch wuchs unser Geschäft 2011 um 4,8%. Im Saldo trugen die Akquisitionen und Veräußerungen 6,4% zur Steigerung der Gesamterlöse im Jahr 2011 bei, negative Währungseffekte schmälerten die Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahr um 0,6%. Die Lizenz- und Provisionserlöse, die als Teil der Gesamterlöse ausgewiesen werden, liegen mit 370 Mio € leicht über dem Vorjahr.

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