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Merck erweitert Onkologie-Portfolio

26.07.2005

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Merck erwirbt die Mehrheit der globalen Rechte an dem Krebsmedikament UFT (Tegafur-Uracil) zur Behandlung von Darmkrebs von dem japanischen Unternehmen Taiho Pharmaceutical. Taiho wird die Medikamentenkapseln an Merck für seine Vertriebsregionen liefern und die Rechte für Japan, Südkorea, Taiwan, Malaysia und Singapur selbst behalten. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht mitgeteilt.


Das orale Chemotherapeutikum UFT ist bereits in rund 60 Ländern zugelassen und stellt eine Ergänzung zu Mercks aktueller Therapielinie mit dem in 39 Ländern zugelassenen monoklonalen Antikörper Erbitux zur Behandlung von Darmkrebs dar. UFT wird in Kombination mit Folinsäure (FA) zur First-line-Therapie bei Patienten mit metastasierendem Darmkrebs eingesetzt. Seine Wirksamkeit ist vergleichbar mit der des intravenös verabreichten Therapieregimes 5-FU/FA, der Standardtherapie aus 5-Fluorouracil und Folinsäure für diese Krebsart. Außerdem wird unter UFT das so genannte Hand-Fuß-Syndrom, eine schmerzhafte und den Patienten stark beeinträchtigende Schwellung der Hände und Füße, die teilweise unter Behandlung mit anderen oralen 5-FU-Derivaten auftritt, praktisch nicht beobachtet. Erbitux ist für die Behandlung von Patienten mit metastasierendem Darmkrebs zugelassen, bei denen die Chemotherapie allein keine Wirkung mehr zeigt.


Der Erwerb der Rechte an UFT durch Merck wurde möglich, nachdem Bristol-Myers Squibb die weltweiten Vermarktungsrechte an diesem Produkt an Taiho Pharmaceutical zurückgegeben hat. BMS hatte sich aus strategischen Erwägungen zu diesem Schritt entschlossen, die eine stärkere Fokussierung auf sein globales Onkologie-Portfolio der späten Entwicklungsphase beinhalten. Es wird ein reibungsloser Übergang zwischen BMS und Merck erwartet, wobei Merck die Vermarktung und den Vertrieb von UFT so bald wie möglich übernehmen will.

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