Markt

Merck prognostiziert für 2004 Gewinn nach Steuern von plus 150 %

06.08.2004

Anzeige

Die Merck-Gruppe steigerte ihr Ergebnis im 2. Quartal aufgrund der Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf ihres Labordistributionsgeschäfts (VWR International) und ihrer Beteiligung am Gemeinschaftsunternehmen Biomet-Merck von 84 auf 364 Mio. Euro. Der Umsatz der Gruppe ohne VWR stieg um 9% auf 1,4 Mrd. Euro. Wachstumsmotor war wiederum die Sparte Liquid Crystals, die ein Umsatzplus von 71% erzielte.


Das Ergebnis nach Steuern und Fremdanteilen stieg auf 363 Mio. Euro bzw. auf 1,91 Euro pro Aktie (Vorjahresquartal: 81 Mio. Euro bzw. 0,47 Euro pro Aktie). Merck erzielte nicht nur ein hervorragendes Ergebnis, sondern geht auch frei von Finanzschulden aus diesem Quartal.


Das um VWR bereinigte operative Ergebnis kletterte im 2. Quartal um 2,1% auf 177 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) einschließlich Sondermaßnahmen auf 513 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal waren 175 Mio. Euro verbucht worden. Die Umsatzrendite (ROS) fiel von 13,8% im Vorjahresquartal auf 12,9%, die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) stieg jedoch von 13,8 auf 14,5%.


Im Jahr 2004 zählen die Flüssigkristalle und das Krebstherapeutikum Erbitux zu den Flaggschiffen von Merck. Im ersten Halbjahr 2004 erzielte Liquid Crystals einen Umsatz von über 300 Mio. Euro. Auf Basis der Markteinführung in der Schweiz erzielte man mit Erbitux im ersten Halbjahr 2004 einen Gesamtumsatz von 16,4 Mio. Euro. Die EU-weite Marktzulassung wurde am 29. Juni erteilt.


Für das zweite Halbjahr wird ein Umsatzwachstum (ohne VWR) auf etwa dem gleichen Niveau wie in der ersten Hälfte dieses Geschäftsjahres prognostiziert, das heißt auf hohem einstelligem Niveau. Beim operativen Ergebnis (ebenfalls ohne VWR) wird für das Gesamtjahr von einem einstelligen Wachstum ausgegangen.


Aufgrund des erwarteten operativen Ergebnisses, der Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von VWR und Biomet-Merck, dem besseren Finanzergebnis und der besseren Steuerquote gehen die Darmstädter über die zu einem früheren Zeitpunkt geäußerte Erwartung eines im hohen zweistelligen Bereich wachsenden Ergebnisses nach Steuern hinaus. Aus heutiger Sicht rechnet man für das Gesamtjahr 2004 mit einem Anstieg um mindestens 150%. In dieser Prognose ist die Möglichkeit von negativen Sondermaßnahmen im 4. Quartal bereits berücksichtigt.

Anzeige
Loader-Icon