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Merck will den Krebs-Immuntherapie-Markt für sich gewinnen

02.06.2015 Der Pharmakonzern Merck will im umkämpften Krebs-Immuntherapie-Markt aufholen und sieht sich Medienberichten zufolge gut im Rennen. Vor allem in das Mittel Avelumab setze das Unternehmen große Hoffnungen.

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Merck will den Krebs-Immuntherapie-Markt für sich gewinnen

Merck will im Bereich der Krebs-Immuntherapie aufholen und neue Produkte an den Markt bringen – zusätzlich zu den bereits im Verkauf stehendem, wie dem Mittel Erbitux (Bild: Merck)

„Wir holen sehr schnell auf“, erklärte die Chefin der Merck-Gesundheitssparte, Belen Garijo, der Nachrichtenagentur Reuters Anfang Juni 2015 anlässlich des Krebskongresses Asco in den USA. „Im vergangenen Jahr haben wir deutliche Fortschritte gemacht. Unsere Pipeline entwickelt sich schnell.“ Für das Krebsmittel Avelumab, von dem der Konzern viel erwartet, rechne die Spartenleiterin frühestens 2017 mit ersten Umsätzen. Das Medikament gilt als Zugpferd der Ende 2014 vereinbarten Allianz zwischen dem Darmstädter Konzern und dem US-Pharmariesen Pfizer. Auf dem Kongress konnte das Unternehmen erstmals Forschungsdaten zum Medikament vorstellen. „2016, 2017 werden sehr entscheidende Jahre für uns, wo wir klar stellen müssen, dass wir unsere ersten Medikamente auf den Markt bringen“, ergänzte Garijo. Man wolle bis zu 20 klinische Studien noch im Jahr 2015 starten. Sie sei zuversichtlich, dass der Konzern als einer der ersten für einige Mittel gegen bestimmte Krebsarten Zulassungen bekommen könnte. Aktuell gilt die Immuntherapie als eines der vielversprechendsten Felder der Krebsmedizin und stellt daher Milliardenumsätze in Aussicht. Die Konkurrenten Bristol-Myers und Merck&Co haben bereits erste Zulassungen erhalten.

Merck wolle im Pharmageschäft trotz der Kooperation mit Pfizer dennoch vor allem aus eigener Kraft wachsen. Dafür konzentriere man sich vor allem auf Forschung und Entwicklung – weitere große Übernahmen, wie die von Sigma-Aldrich, seien vorerst nicht geplant. „Wir würden uns aber Plattformen und Technologien anschauen, um unsere Pipeline im frühen Stadium zu stärken“, so Garijo.

Hier finden Sie die Originalmeldung der Nachrichtenagentur Reuters.

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