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Merck will Merck-Serono-Zentrale in Genf schließen

27.04.2012 Das Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck plant einen Stellenabbau bei Merck Serono in der Schweiz über alle globalen Funktionen hinweg sowie die Verlagerung bestimmter in Genf ansässiger Funktionen an bestehende Standorte in Deutschland, in den Vereinigten Staaten und in China.

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Merck will Merck-Serono-Zentrale in Genf schließen

Die Zentrale von Merck Serono in Genf soll in der ersten Jahreshälfte 2013 geschlossen werden; von den 1.250 Stellen sollen 750 verlagert werden und 500 entfallen (Bild: Merck KGaA, Darmstadt)

„Die geplanten Maßnahmen für Merck Serono in der Schweiz sind notwendig, um langfristig unsere globale Wettbewerbsposition sowie unsere Zukunft in einem sich rasch ändernden Markt zu sichern“, sagt Stefan Oschmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und verantwortlich für die Sparte Merck Serono. Aktuell hat die Sparte weltweit rund 17.000 Mitarbeiter.

Um bestehende Doppelstrukturen aufgrund zweier europäischer Zentralen abzubauen, beabsichtigt Merck Serono, sämtliche Hauptverwaltungsfunktionen in einem Merck Serono Campus in Darmstadt zusammenzufassen. Zusätzlich ist geplant, wichtige Positionen im Bereich Forschung und Entwicklung von Genf nach Darmstadt, Boston (USA) und Peking zu verlagern. Dadurch soll wissenschaftliche Expertise im Biotech-Zentrum in Boston gebündelt und gewährleistet werden, so dass in sämtlichen wichtigen Wachstumsmärkten klinische Entwicklung auf dem neusten Stand der Technik stattfinden kann. Infolge dessen ist geplant, über 750 Positionen der 1.250 derzeit in Genf angesiedelten Stellen an die genannten Standorte zu verlegen. Rund 500 der derzeit in Genf angesiedelten Stellen sollen wegfallen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und eine schlankere und agilere Organisation zu etablieren. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, den Standort in Genf zu schließen. Die schweizer Vertriebsorganisation soll jedoch in Zug belassen werden.

Mit seiner Produktion wird Merck Serono weiterhin in der Schweiz bleiben. So sollen Biotech-Produkte auch in Zukunft in Aubonne und Corsier-sur-Vevey hergestellt werden. Der Produktionsbetrieb der Sparte in Coinsins soll hauptsächlich nach Aubonne verlagert werden. Um näher an den wichtigen Produktionsstandorten zu sein, beabsichtigt Merck Serono, von den geplanten 750 Positionen über 130 Stellen mit Bezug zu Produktionsfunktionen von Genf in die Umgebung von Aubonne im Kanton Waadt umzusiedeln.

Nach Abschluss der Konsultationsgespräche mit den Mitarbeitern und der Auswertung der Ergebnisse soll in der zweiten Hälfte 2012 mit den Versetzungen und dem Stellenabbau zu begonnen werden. Ziel ist, die komplette Umsetzung der Pläne in der ersten Hälfte 2013 abzuschließen.

(dw)

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