Wirkstoffe kontrolliert freigeben

Mikroeinkapselung Encapsulator B-390/B-395 Pro

04.01.2012 Der Encapsulator B-390/B-395 Pro von Büchi ist ein neuartiges System zur Immobilisierung von Enzymen, Arzneistoffen, Duftstoffen, Vitaminen, Ölen, Zellen und Mikroorganismen durch Einbinden in unterschiedlichste Polymere, wie beispielsweise Alginat, Gelatine, Pektin oder Zellulose. Typische Applikationen reichen von der kontrollierten Freigabe von Wirkstoffen bis hin zum Schutz von Substanzen für eine längere Lagerstabilität.

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Beide Gerätevarianten des Encapsulator B-390/B-395 Pro sind speziell für den Einsatz im frühen Stadium der Produktforschung im Labormaßstab entwickelt worden (Bild: Büchi)

Mit Hilfe des Encapsulators können pro Sekunde bis zu 6.000 Perlen oder Kapseln mit einer reproduzierbaren Größe, je nach Dimension der eingesetzten Sprühnadel, von 0,15 bis 2 mm hergestellt werden. Die Perlen werden aus einem laminaren Flüssigkeitsstrom mittels Vibration erzeugt. Dieses Verfahren gewährleistet eine sphärische Form mit einer sehr engen Größenverteilung. Die gleichmäßige Formung und Verteilung der Perlen wird durch eine elektrostatische Dispersion erhöht. So können die Perlen direkt nach der Düse räumlich voneinander getrennt werden. Je nach Anwendung stehen zwei verschiedene Ausführungen des Gerätes zur Verfügung: Beim Encapsulator B-390 handelt sich um ein offenes System, mit dem Flussraten von 1 bis 40 ml/min möglich sind. Die integrierte Stroboskoplampe ermöglicht eine gute Sichtbarkeit der Perlen und vereinfacht das Festlegen der optimalen Parameter. Die Förderung des Produktes erfolgt mittels eines leichten Überdrucks, wobei die Düse bis 70°C aufgeheizt werden kann (B-390). Die Steuerung des gesamten Systems erfolgt über einen integrierten Touchscreen. Die zweite Gerätevariante, der Encapsulator B-395 Pro, erlaubt das Arbeiten unter sterilen Bedingungen. Der Ort, in dem die Perlen erzeugt werden, ist hier durch ein autoklavierbares Reaktionsgefäß von der Umgebung abgeschirmt. Die Probe wird bei diesem Aufbau mittels einer Spritzenpumpe mit einer Rate von 0,01 bis 50 ml/min gefördert.

 

 

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