Niederlage vor US-Gericht

Millionenstrafe gegen Bayer und J&J wegen Xarelto

06.12.2017 Im US-Bundesstaat Philadelphia hat ein Gericht den Pharmakonzern Bayer und dessen US-Partner Johnson&Johnson zu einer Strafzahlung von knapp 28 Mio. US-Dollar verurteilt. Im Zusammenhang mit dem gerinnungshemmenden Medikament Xarelto sollen die Konzerne nicht ausreichend auf Risiken hingewiesen haben.

Anzeige

Bayer und Johnson&Johnson hatten Xarelto gemeinsam entwickelt. Das Medikament ist das umsatzstärkste Produkt für Bayer, steht aber schon länger in der Kritik. Vor Gericht ist es für die Entwickler jedoch die erste Niederlage, während drei frühere Fälle stets zu ihren Gunsten ausgegangen waren. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Gegen das Urteil wollen die Pharma-Konzerne Einspruch einlegen. Xarelto soll Blutungen verursachen und steht mit mehreren Todesfällen im Zusammenhang. Daher stehen vor Bundesgerichten in den USA über 18.500 Klagen gegen Bayer aus.

Bayer hat die Vorwürfe stetes zurückgewiesen und ist überzeugt, dass der Nutzen des Medikaments die Risiken übersteigt. Der Konzern rechnet mit einem möglichen Umsatz bis 5 Mrd. Euro. für das Mittel. 2016 erzielte bayer 2,9 Mrd. Euro mit dem Medikament, Partner Johnson&Johnson erreichte 2,2 Mrd. US-Dollar (ca. 1,9 Mrd. Euro).

Anzeige
Loader-Icon