FIBC mit Stützkonstruktion

Mischen im Einweggebinde

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09.04.2018 Flexible Gebinde, sogenannte FIBC, sind leicht, platzsparend und verursachen geringe Lebenszykluskosten. In vielen Anwendungen – z. B. dort, wo es auch auf das Mischen ankommt – konnten sie die konventionellen Systemen aus Edelstahl bisher jedoch nicht ersetzen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Flexible Single-use-Gebinde (FIBC) sind praktisch, ihr Einsatz ist aber häufig auf Handlingsschritte wie Transport, Befüllen, Entleeren und Lagern beschränkt.
  • Insbesondere für das Mischen von Feststoffen ist eine unveränderliche Geometrie des Mischbehälters notwendig.
  • Bei einer neuen Technologie verwandelt eine Stützkonstruktion das flexible Gebinde in einen starren Behälter, der auch reproduzierbare Mischprozesse möglich macht.
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Bild: Andocksysteme G. Untch

Der Vorreiter des FIBC-Trends, die Bio-Pharmaindustrie, deckt neben den traditionellen Handlingsschritten wie Befüllen, Entleeren oder Lagern mittlerweile gesamte Prozessschritte mit flexiblen Systemen ab. In der Tablettenherstellung dagegen fanden flexible Gebinde ihren Einsatz bislang nur beim Transfer zwischen den verschiedenen Prozessschritten. Ihr wirtschaftlich sinnvoller Einsatz ist hier begrenzt, da insbesondere für das Mischen – einen wesentlichen Bestandteil des Herstellungsverfahrens – zwingend starre Behälter erforderlich sind. Grund dafür ist die geforderte Reproduzierbarkeit des gravimetrischen Mischprozesses von verschiedenen Feststoffen, die erst durch gesteuerte Verfahren und eine vorgegebene unveränderliche Geometrie des Mischbehälters gegeben ist.

Stützkonstruktion lässt FIBC erstarren

Das flexible Einweggebinde Acube-Pro lässt sich mit Hilfe einer einfachen Stützkonstruktion zu einem starren Mischbehälter verwandeln. Die Stützkonstruktion ist aus einem Rahmengestell und vier drehbar gelagerten Stützblechen aufgebaut, die sich wie die Blütenblätter einer Tulpe öffnen und schließen. Das Gebinde besteht aus einem pyramidenstumpfähnlichen Folien-Inliner, der mit einem Gewebe-Außenliner fest verbunden ist. Dieser zweilagige Aufbau hat sich bei Big-Bags etabliert und bewährt. Zusätzlich sind auf den Außenseiten Gewebetaschen aufgesetzt, in welche die Stützbleche eintauchen und das Gebinde exakt und faltenfrei positionieren. Darüber hinaus sichern zwei Spannbänder am Boden das Gebinde in der Konstruktion. Dieses Stützkonzept sorgt für eine reproduzierbare und stabile Geometrie und bietet somit die wesentliche Voraussetzung für einen validierbaren Mischprozess. Das Rahmengestell mit dem eingespannten Gebinde kann somit wie ein Edelstahlbehälter zum Mischen von Feststoffen eingesetzt werden. Eine komplementäre Kontur an den Enden der Stützbleche fixiert die integrierte Containment-Schnittstelle in Form der Einweg-Doppelklappe Avax automatisch. Die Adaption an die unterschiedlichen Mischeraufnahmen ist frei konfigurierbar.
Achema Halle 3.1 – A25

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Über den Autor

Joachim Stoye, Leiter Technologiemanagement, Andocksysteme G. Untch
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