Siebtechnik für unterwegs

Mobile Schutzsiebung in der Pharmaproduktion

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11.04.2016 Pharmaproduzenten haben es nicht einfach. Denn beim Herstellen von Arzneimitteln ist neben einem keimfreien Produktionsumfeld, das höchste Hygieneansprüche erfüllen muss, auch kein Platz für Agglomerate, Staub oder Fehlkorn im zu verarbeitenden Rohstoff.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Die Anforderungen an Maschinenlösungen beim Einsatz in der Produktion von Pharmazeutika sind außerordentlich hoch. GMP spielt dabei eine zentrale Rolle.
  • Daneben sind zudem hohe Anforderungen hinsichtlich Produktivität und Wirtschaftlichkeit sowie betriebsspezifische Produktionsbedingungen zu berücksichtigen. Ein aktuelles Projekt des Siebtechnik-Spezialisten zeigt, wie Betreiber mit auf betriebsspezifische Belange zugeschnittenen Maschinenlösungen Produktivität und Leistungskapazitäten steigern können.

Um einen höchstmöglichen Reinheitsgrad der in Kapseln oder Tabletten gepressten Wirkstoffe zu ermöglichen, erfolgt vor deren Verarbeitung eine sogenannte Schutzsiebung. Die Anpassung der hierfür benötigten Siebtechnik an die vorhandenen Produktionsbedingungen, aber auch die Siebfähigkeit des Produkts sind bei der Entwicklung der Maschinenlösung zu berücksichtigen, wie das folgende Anwendungsbeispiel zeigt: Ein global tätiger Arzneimittelhersteller aus Japan suchte für sein Werk in den neuen Bundesländern eine alternative Maschinenlösung, um die Produktivität und Wirtschaftlichkeit des Schutzsiebprozesses zu verbessern. Das Werk spielt im globalen Produktionsnetzwerk des Herstellers insbesondere hinsichtlich Qualität eine bedeutende Rolle, da die hergestellten Produkte – überwiegend feste Arzneimittel für verschiedene Anwendungsbereiche – in die ganze Welt gelangen.

Nur mit vorgelagerter Schutzsiebung
Die als Pellets vorliegenden Wirkstoffprodukte sind kleine, kugelförmige Partikel mit einer Größe von wenigen Mikrometern bis zu mehreren Millimetern, die der Herstellers in Kapseln abfüllt oder zu Tabletten presst. Sie sind trocken und gut rieselfähig, neigen aber zur elektrostatischen Aufladung. Bevor das Personal mit der Verarbeitung der Pellets beginnen kann, überprüft es durch eine vorgelagerte Schutzsiebung, dass nur das gewünschte Kornspektrum in den Weiterverarbeitungsprozess gelangt. Unerwünschte Agglomerate, anhaftende Staubpartikel sowie Korngrößen, die außerhalb des festgelegten Spektrums liegen, werden dabei ausgesiebt. Für die Schutzsiebung hatte der Auftraggeber bisher mehrere Rundsiebmaschinen eingesetzt, die jedoch hinsichtlich Flexibilität und Wirtschaftlichkeit die vorhandenen Anforderungen nicht mehr in vollem Umfang erfüllten. So war es bei bestimmten Produktchargen notwendig, drei Fraktionen (Gutkorn, Überkorn und Unterkorn) auszusieben. Die eingesetzten Rundsiebmaschinen waren jedoch nur in der Lage zwei Fraktionen, nämlich Gut- und Überkorn innerhalb eines Siebvorgangs zu trennen, was zur Folge hatte, dass der Betreiber das im Gutkorn befindliche Unterkorn mit einer zweiten Siebung abtrennen musste.

Heftausgabe: April 2016
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Michael Blanz, Kundenberater, J. Engelsmann

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Michael Blanz, Kundenberater, J. Engelsmann
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