Reinraum nach Bedarf

Modulare Reinraumsysteme schaffen Flexibilität

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15.06.2010 Reinräume sind teuer und sollten – wenn einmal gebaut – auch ausgelastet werden. Doch häufig ist in der hygienischen Produktion Flexibilität gefragt. Um diese zu ermöglichen, wurde ein modulares Reinraumsystem entwickelt, das vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen sowie Neueinsteiger eine interessante Alternative zum klassischen Reinraum darstellt.

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Ein immer engerer, schnellerer und verschärfter Wettbewerb erfordert von zukunftsorientierten Unternehmen strategische Überlegungen, wie sich ihre Effizienz steigern, -ihre Wirtschaftlichkeit sichern und letztendlich ein Wettbewerbsvorsprung erreichen lässt. Dabei spielt die Flexibilität eine immer wichtiger werdende Rolle. Aus diesen Gründen hat bc-technology ein neues Reinraumsystem entwickelt, das vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen sowie für Neueinsteiger in die Reinraumtechnik eine investitions- und zukunftssichere Alternative zum klassischen Reinraum darstellt.

„Das wichtigste Kriterium der Reinraumtechnik ist, dass den gestellten, individuellen Anforderungen des Kunden absolut entsprochen werden muss. Dabei sollte der Aufwand aber nur so groß sein wie unbedingt nötig. Es gilt, überflüssige Investitions,- und Betriebskosten zu vermeiden,“ erklärt Henrik Böhm, Geschäftsführer bei bc-technology. Das Cleanoflex genannte System kann als kleiner LF-Bereich angeschafft werden und später – oder nach und nach – bis zum kompletten, GMP-gerechten Reinraum ausgebaut werden. Durch das moderne Baukastenprinzip kann auf die Anfangsinvestition individuell aufgebaut werden. Eine mit Blick auf die Zukunft übliche Überdimenisonierung und die dafür zunächst unnötigen Investitionen lassen sich so vermeiden. Das Cleanoflex-System kann in vier Ausbaustufen genutzt werden:

Durch turbulenzarme Verdrängungsströmung wird ein einzelnes Produkt-oder ein einzelner Prozessschritt gemäß definierter Anforderungen von externen oder internen Störquellen geschützt. Die Ausführung erfolgt dabei über ein flexibles Deckensystem. Fan-Filter-Units, Leuchten und Deckenbleche können dabei an jeder beliebigen Stelle eingebaut, verschoben oder ergänzt werden.
Sind die Anforderungen an das Produkt oder den Prozess gestiegen oder sollen weitere kritische Prozessschritte geschützt werden, kann das System modular erweitert werden. Durch den zusätzlichen Einsatz weiterer Fan-Filter-Units werden dann auch höhere Reinheitsklassen erreicht.
Das Reinraumsystem wird mit einem geschlossenen Unterdruckplenum ausgerüstet, welches aus Schottblechen und einer oberen Plenumsabdeckung besteht. Um die geforderte Umgebungstemperatur einzuhalten, werden entsprechende Rückluftmodule mit integrierten Umluftkühlern eingesetzt.
Sollen später dann auch vor- und nachgelagerte Prozessschritte integriert werden, kann der ganze Bereich durch den Einbau von Wänden und gegebenenfalls auch individuellen Schleusenkonzepten zum kompletten Reinraum ausgebaut werden.

Innerhalb des gesamten Systems können bei den kritischen Bereichen zusätzlich LF-Bereiche mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung geschaffen werden. Daneben lässt sich der Reinraum auch in verschiedene Zonen mit einstellbarer Druckkaskade einteilen. Letztlich ist es möglich, eine Produktion nach GMP-Standards zu erreichen.[AS]

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Heftausgabe: Juni 2010
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Scheuermann
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