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Modulares Konzept für die Pharmawasseraufbereitung

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20.05.2015 Kein Spielraum für Kompromisse: Bionorica entwickelt und produziert pflanzliche Arzneimittel mit Schwerpunkten auf den Bereichen Atemwegserkrankungen, Frauenheilkunde, Urologie und Schmerz.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die Kapazitätsausweitung der Produktion eines Herstellers pflanzlicher Arzneimittel erforderte auch die Anschaffung einer Erzeugeranlage zur Produktion von Purified Water.
  • Im Lastenheft standen unter anderem die Möglichkeit einer späteren Erweiterung der Anlage, ein erhöhter Grad an Automatisierung sowie eine einfache Reinigung.
  • Die entstandene Anlage konnte der Hersteller bereits vor Auslieferung teilqualifizieren; den gesamten Validierungsprozess konnte das verantwortliche Team innerhalb der Mindestzeit abschließen.

Der Schlüssel einer Vereinbarkeit von hoher Wirksamkeit bei gleichzeitig guter Verträglichkeit liegt laut Hersteller in der richtigen Kombination hochpotenter natürlicher Wirkstoffe. Wichtig hierbei ist eine weitestgehende Standardisierung und Kontrolle aller Einfluss-
faktoren auf die Ausgangsqualität der eingesetzten Rohstoffe und hochtechnisierte wie schonende Herstellungsverfahren. Im Zuge des stetigen Wachstums erfolgte 2012 der Startschuss für eine Erweiterung der Fertigungskapazitäten. Der erhöhte Bedarf an gereinigtem Wasser erforderte die Planung einer Wasseraufbe-
reitungsanlage mit höherer Leistung. Eine bisher am Standort Neumarkt existierende Erzeugeranlage für gereinigtes Wasser genügte nicht mehr den heutigen Anforderungen: Neben der zu geringen Leistung (ohne Erweiterungsmöglichkeit) gab es kein thermisches Sanitisierungskonzept und das veraltete Steuerungs-
system enthielt keine Schnittstellen zur Gebäudeleittechnik.

Das Lastenheft
In einem umfangreichen Lastenheft für die neue Wasseraufbereitungsanlage legte der Pharmazeut vor allem Wert auf das Einhalten der Grenzwerte für Purified Water im Routinebetrieb sowie umgehend nach erfolgter thermischer Sanitisierung. Ebenfall sollte die Kapazität bei 3.000 l/h liegen und der Betreiber die Option haben, die Kapazität um 100 % erweitern zu können. Dabei sollte die Anlage im Automatikbetrieb einfach zu reinigen und thermisch zu sanitisieren sein (Erzeugeranlage sowie Lager- und Verteilsystem) und eine Implementierung eines gemeinsamen Steuerungskonzeptes ermöglichen. Als Werkstoff forderte der Hersteller Edelstahl 1.4404/1.4435 für interne Verrohrung der Erzeugeranlage (passend zum bestehenden Lager- und Verteilsystem mit Ozonisierung). Mit der Ausführung des Konzeptes beauftragte das Unternehmen Wilhelm Werner, einen Spezialisten für Wasseraufbereitungsanlagen. Die Erneuerung der Anlage für Purified Water und die Einbindung in das bestehende Lager- und Verteilsystem musste in weniger als zwei Wochen erfolgen.

Heftausgabe: Juni 2015
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Über den Autor

Barbara Träger, Geschäftsführerin, Wilhelm Werner
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