Die Vorteile genutzt

Motoren und Aktuatoren für anspruchsvolle Produktionsumgebungen

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17.02.2014 Sauber soll‘s sein! Insbesondere im Bereich der Lebensmittel- und chemischen Industrie sind auf der einen Seite die Anforderungen sehr hoch hinsichtlich Reinigbarkeit, chemischer Beständigkeit und Lebensmitteltauglichkeit, auf der anderen Seite besteht Bedarf an Antrieben mit großer Kraft, hoher Stellgenauigkeit und weit besserer Energieeffizienz als bisher.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die Hygieneprozessindustrie kann die Vorteile und die Leistung servoelektrischer Antriebe, wie hohe Momente bzw. Kräfte, sehr gute Regelgüte und Energieeffizienz, für sich nutzen.
  • Da die Bauteile darüber hinaus IP65 bzw. IP69K abgedichtet sind, eignen sie sich für alle Anwendungen mit Waschvorgängen, auch wenn beispielsweise Dampfstrahler zum Einsatz kommen.
  • Mit ihren Planetenrollengewindetrieben bieten zum Beispiel die Aktuatoren der FT-Serie eine hohe Stellkraft. Sie lassen sich mit Getriebemotoren der Serien SLM und SLG kombinieren.

Herkömmliche Antriebe sind mit Nachteilen behaftet
Hydraulik ist trotz der möglichen hohen Stellkräfte im exponierten Bereich weniger geeignet, weil immer die Gefahr von Leckage und Kontamination durch das Öl besteht. Daher trifft man vielfach auf pneumatische Lösungen in Edelstahlausführung, die jedoch im Hinblick auf Stellgenauigkeit und Effizienz zu wünschen lassen, oder auf herkömmliche rotative Antriebslösungen mit Motoren, Umlenkrollen und Kurbelwellen, ebenfalls in Edelstahl. Hierbei wird jedoch der mechanische Aufwand häufig kritisiert. Ebenso offenkundig ist, dass viele Aufgaben gut mittels Aktuatoren gelöst werden könnten, doch da diese meist in eloxiertem Aluminium gefertigt sind, ist die Standfestigkeit in der aggressiven Umgebung zu gering.

Ein Anbieter fertigt seine Linearaktuatoren und bürstenlosen Synchron-Motoren in kompletter Edelstahlkonstruktion oder kombiniert mit lebensmitteltauglichen Epoxidbeschichtungen, damit sie für den Einsatz in der Lebensmittelherstellung oder für Anwendungen mit Chemikalienexposition verfügbar sind.

Zuverlässig und robust im Einsatz
So können diese Industriebereiche die Vorteile und die Leistung servoelektrischer Antriebe, wie hohe Momente, bzw. Kräfte, sehr gute Regelgüte und Energieeffizienz, für sich nutzen. Da die Bauteile darüber hinaus IP65 bzw. IP69K abgedichtet sind, eignen sie sich für alle Anwendungen mit Waschvorgängen, auch wenn beispielsweise Dampfstrahler zum Einsatz kommen.

Mit ihren Planetenrollengewindetrieben bieten zum Beispiel die Aktuatoren der FT-Serie eine hohe Stellkraft: Linearaktuatoren diesen Typs stehen mit Hublängen bis zu 1.220 mm und einer Kraft von über 177 kN und Vorschubgeschwindigkeiten von 1,5 m/s zur Verfügung.
Die rotativen Antriebe und integrierten Getriebemotoren der Serien SLM und SLG, erhältlich in Edelstahl oder mit lebensmitteltauglicher Epoxidbeschichtung lassen sich mit der vorbeschriebenen FT-Serie kombinieren. Die Getriebemotoren der SLG-Serie sind in den vier Baugrößen 60, 75, 90 und 115 mm mit ein- oder zweistufigem Getriebe und den Untersetzungen 4:1, 5:1, 10:1, 16:1, 25:1, 40:1, 50:1 und 100:1 verfügbar. Die möglichen Drehmomente erreichen Werte von bis zu 530 Nm. Die SLM-Servomotoren gibt es in den Baugrößen 60, 90, 115, 142 und 180 mm.

Erfolgreich in der Lebensmittelindustrie
Beide Baureihen tragen das CE-Kennzeichen (89/336/EWG) und sind UL-anerkannt. Aufgrund der bürstenlosen AC-Servo-Bauweise können alle integrierten Servoprodukte in hochmodernen geschlossenen Regelkreissystemen eingesetzt werden, die eine elektronische Positions- sowie Geschwindigkeits- und Drehmomentsteuerung erfordern.

Derartige Antriebe werden bereits erfolgreich zur volumetrischen Füllung von Flüssigkeitsverpackungen, zur automatischen Pizzaherstellung, zur Käseverarbeitung, zum Schneiden von Fleisch, in Saftpressen und Ultraschallschneidern, zum Mischen und Pürieren und zur Verpackung von Lebensmittelprodukten eingesetzt.

Die Motoren können auch in kleinen Stückzahlen anforderungsspezifisch gefertigt werden, gleichgültig, ob es sich um mechanische Änderungen der Wellen bzw. Schubstange oder Anflanschungen oder elektrische Anpassungen der Statoren, des Pin-Outs oder des Gebersystems handelt.

 

Hier erfahren Sie mehr über Linearaktuatoren und bürstenlose Synchron-Motoren

 

Heftausgabe: Februar 2014
Jörn Jacobs, freier Fachjournalist

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Jörn Jacobs, freier Fachjournalist
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