Weniger ist mehr

Mühlenaustausch in einer Bonbon-Produktion

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

19.02.2016 Die Produktion muss unbedingt gesteigert werden - aber wie? Bei einem Hersteller von Bonbons aus Zucker und Minze waren insgesamt vier oszillierende Doppelmühlen vom Typ MG-626 in einer Anlage integriert.Zwei der vier Doppelmühlen arbeiteten seit ihrer Installation im Jahre 1983 fast ununterbrochen, die anderen beiden wurden als Ersatz installiert, sofern die ersten zwei ausfallen sollten.

Anzeige

Entscheider-Facts für Betreiber

  • Bei einem Bonbon-Hersteller wurden vier Doppelmühlen MG-626 durch eine Coniwitt 250 ersetzt; damit können innerhalb von 10 h 20 t Produkt verarbeitet werden.
  • Aufgrund des ununterbrochenen Produktflusses und einer um 25 % höheren Siebfläche gegenüber Vorgängermodellen konnte der erforderliche Durchsatz nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen werden.
  • Vorteile des Mühlentauschs: Verminderung der Förderstrecke um 10 m, drastische Reduktion der Produktwärme, wesentlich geringere Einbaugröße und Reduktion des Prozesses um drei Schritte.

Analyse der bestehenden Anlage
Während der Produktion wird aus einem Extraktor Kristallzucker mit einer Körnung von 2 bis 50 mm mittels einer Förderschnecke auf ein offenes Transportband gefördert. Über dem Transportband befindet sich ein Gebläse, aus dem warme Luft auf den Zucker fällt, um diesem Feuchtigkeit zu entziehen. Das Transportband fördert den Zucker in den Einlauftrichter der ersten oszilliernde Mühle MG-626, wo es auf eine Korngröße von 6 mm vermahlen wird. Das Mahlgut fällt dann in die zweite Mühle, wo es auf die Endkorngröße von 2 mm vermahlen wird. Vom Auslauf fällt das Mahlgut in einen Trockner, der sich einen Stock tiefer befindet. Das trockene Produkt wird schließlich zu Bonbons verpresst und verpackt.

In der Produktion musste vor allen Dingen ein Problem behoben werden: die Produkterwärmung. Der Zucker neigt während des Prozesses zum Verkleben; dies führt in aller Regel zu Produkttausfall und Unterbrechungen im Prozess.

Geplante Verbesserungen
Da der Zucker zu lange auf dem offenen Band gefördert wird, kann er sich erwärmen; im schlimmsten Fall beginnt er sogar zu schmelzen. Diese lange Förderstrecke musste verkürzt, wenn nicht sogar eliminiert werden. Ein weiteres Problem sollte vermieden werden: Das Material des Förderbands nützt sich aufgrund der hohen Temperatur stärker als normalerweise ab, was unter Umständen zu Materialrückständen im Endprodukt führen kann.

Auch der hohen Produkt- und Umgebungstemperatur zuzuschreiben war der starke Verschleiß an Sieben, die im Vergleich zu einem Prozess bei Temperaturen um 25ºC viel zu oft gewechselt werden mussten. Zudem ist aufgrund der Installation von vier Doppelmühlen auch der Reinigungs- und Wartungsaufwand wesentlich höher, hier erhoffte sich der Anwender, denselben Durchsatz mit einer geringeren Anzahl von Mühlen erreichen zu können.

Heftausgabe: Februar 2016
Seite:
Anzeige
Roy Housh, Ver-kaufs-Direktor  Frewitt

Über den Autor

Roy Housh, Ver-kaufs-Direktor Frewitt
Loader-Icon