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Mylan im Kreuzfeuer: Perrigo lehnt ab, Teva bietet

22.04.2015 Der Plan des US-Pharmakonzerns Mylan scheint nicht so zu funktionieren wie geplant: Medienberichten zufolge hat der irische Arzneimittelhersteller Perrigo das 29-Mrd.-US-Dollar-schwere Angebot abgelehnt. Gleichzeitig bietet der Generika-Hersteller Teva nun 40 Mrd. US-Dollar, um den US-Rivalen selbst zu übernehmen. Insider hatten zuvor vermutet, Mylans Vorstoß sei eine Strategie, um selbst nicht übernommen zu werden.

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Mylan im Kreuzfeuer: Perrigo lehnt ab, Teva bietet

Die Pharma-Konzerne können sich nicht einigen: Mylan möchte sich Perrigo einverleiben, bekommt aber gleichzeitig ein Angebot von Teva (Bild: © Daniel Fuhr – Fotolia.com)

Nach Spekulationen macht der Ratiopharm-Mutterkonzern Teva jetzt Ernst und legte dem Rivalen Mylan eine Offerte über 40 Mio. US-Dollar vor. Das US-Unternehmen hatte Tage zuvor jedoch bereits erklärt, dass man nicht mit dem Generika-Hersteller zusammenpasse. Teva selbst sei Medienberichten zufolge nicht sicher, ob es tatsächlich zu einem Zusammenschluss komme. Solle dem aber so sein, könne die Transaktion aber bis Ende 2015 abgeschlossen werden. Mylan-Aktionäre seien bereits im Gespräch mit dem Unternehmen, das die Offerte ihrer Meinung nach ernsthaft in Betracht ziehen sollte.

Das Arznei-Unternehmen Perrigo, auf das Mylan selbst ein Auge geworfen hatte, hat das an sie gestellte Angebot währenddessen abgelehnt. Demnach stelle die Offerte eine erhebliche Unterbewertung des Unternehmens dar. Das Direktorium habe sich einstimmig dagegen ausgesprochen.

Hier finden Sie Meldungen der Nachrichtenagentur Reuters zu den Übernahmeangeboten.

Hier gibt es das Statement von Mylan, hier die Stellungnahme zur Absage von Perrigo.

Hier finden Sie eine P+F-Meldung zur Offerte von Mylan an Perrigo.

(su)

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