Ethernet in the Field

Namur und ODVA vereinbaren Zusammenarbeit

30.11.2016 Die Herstellervereinigung ODVA und die Anwenderorganisation Namur haben eine Zusammenarbeit vereinbart, mit der der Einsatz von Ethernet/IP in der Prozessindustrie vorangetrieben werden soll.

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Namur und ODVA vereinbaren Zusammenarbeit

Ethernet/IP für die Prozessindustrie: Katherine Voss, Präsidentin ODVA, hat eine Zusammenarbeit zwischen Namur und ODVA bekanntgegeben. Bild: Redaktion IEE

Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen Namur und ODVA wird eine Initiative zur Definition der formellen Anforderungen an ein Ethernet-Kommunikationssystem in der Prozessindustrie sein. Die Initiative, die vom Namur AK 2.6 (Feldbus) und dem ODVA Strategic Market Requirements Team SMRt getrieben wird, sei eine Folgemaßnahme des im Februar 2016 herausgegebenen Positionspapiers „Ein Ethernet-Kommunikationssystem für die Prozessindustrie“ der Namur.  In diesem Papier wird Ethernet/IP als eine der Mindestvoraussetzungen eines solchen Systems genannt, neben 32 weiteren Aspekten, die der AK als Ziele für die Akzeptanz des industriellen Ethernets durch die Prozessindustrie in Anwendungen mit klassischen Feldgeräten identifiziert hat.  Der AK 2.6 und das SMRt haben vereinbart, fortlaufende Gespräche über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung von industriellen Ethernet in Prozessfeldgeräten zu führen, die unterschiedlichste Themen behandeln, wie etwa die physikalische Ebene, die Geräteintegration und Diagnostik.

Teil dieser Zusammenarbeit soll die Einrichtung eines Ethernet/IP-Systems im Prozessautomatisierungslabor des Industrieparks Höchst sein. Dort soll ein Multi-Vendor-System entstehen, in dem Feldgeräte, Steuersysteme und Infrastruktur von den ODVA-Mitgliedern Cisco Systems, Endress+Hauser, Rockwell Automation und Schneider Electric, usw. eingesetzt sind. Bilfinger Maintenance wird die Verantwortung für das Bereitstellen des Ethernet/IP-Systems übernehmen.  Auf Basis der praktischen Erfahrungen  sollen Spezifikationen weiterentwickelt werden.

Michael Pelz, Leiter des Namur Arbeitsfeldes 2: „Die Namur ist davon überzeugt das effektive und anwenderfreundliche Ethernet-Kommunikationssysteme zwischen der Feldebene und höheren Systemebenen, zum Beispiel Ethernet/IP, eine wichtige Voraussetzung für zukünftige Anwendungen moderner IoT- und Industrie-4.0-Lösungen in der Prozessindustrie sind.“

Namur und ODVA gehen davon aus, dass die Installation des Ethernet/IP-Proof-of-Concept-Systems im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen sein wird.

(as)

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