Schneller und flexibler

Nattermann setzt auf Selbstklebe-Etikettiermaschine

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17.09.2015 Auf fünf Linien füllt das renommierte Kölner Arzneimittel-Unternehmen Nattermann flüssige Medikamente in Glas-, PET- und HDPE-Fläschchen in den Volumina von 10 bis 500 ml ab. Seit wenigen Monaten ist eine neue Linie installiert, auf der zum einen ein neues Präparat produziert wird.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Bei seiner neuen Produktionslinie entschied sich Nattermann für den Rundläufer-Etikettierer Soluta 16-1056-4SK-SD. Durch den runden Maschinentisch auf der Bedienerseite ist die Anlage sehr platzsparend.
  • Eine einfache Bedienung durch eine maximale Zugänglichkeit bei Umrüstungen und gleichzeitig ein hoher Sicherheitsstandard sind die Kriterien, die neben der Funktionalität in den Vordergrund rücken.
  • Durch die gefächerte Anordnung der bis zu neun möglichen Spenderaggregate ist jederzeit ein freier Zugang für die Bedienperson bei einem Formatwechsel oder Umrüstarbeiten möglich.

Vor allem aber soll dort sehr flexibel und schnell reagiert werden können, etwa im Herbst, wenn große Mengen an Erkältungsmedikamenten benötigt werden. Erstmals setzt Nattermann eine Etikettiermaschine von Gernep aus Barbing ein. Installiert wurde eine Maschine der neuen Soluta-Baureihe für Selbstklebeetiketten; bis zu 18.000 Behälter können so jede Stunde ohne Unterbrechung perfekt ausgestattet werden.

Ausgangspunkt des Biocampus Cologne, auf dem sich die Produktion befindet, ist Nattermann, ein Arzneimittelunternehmen mit einer über 105-jährigen Geschichte. Der Apotheker August Nattermann und der Kaufmann Rudolf Lappe gründeten in Köln die Firma. Von Anfang an lag der Schwerpunkt auf Phytopräparaten, also Arzneimittel auf Pflanzen-Basis. In Köln werden sowohl Solida-Produkte – Brausetabletten, Hart-Gelatine-Kapseln – als auch Liquida-Pharmazeutika hergestellt. Jährlich fertigen die 440 Mitarbeiter über 100 Mio. Packungen und verschicken sie in mehr als 60 Länder. Heute ist Nattermann ein Tochterunternehmen des französischen Pharmakonzerns Sanofi in Paris mit der Deutschland-Zentrale in Frankfurt.

Intensiver Vergleich der Anbieter
Frank Hiebing ist verantwortlicher Projekt-Ingenieur für die Abfüllung von flüssigen Medikamenten, die auf fünf Produktionslinien abgefüllt werden. Im Team plante er die neue Linie komplett, verglich die Hersteller und sorgte für das Zusammenspiel der vielen Lieferanten und Schnittstellen. „95 % unserer Gebinde sind aus Glas, der Rest aus PET und HDPE. An der neuen Linie wollten wir eine deutliche Verbesserung bei der Leistung, möglichst ohne Unterbrechung rund um die Uhr produzieren können und sehr flexibel sein, wenn wir etwas umstellen müssen. Das waren auch die Kriterien für die Auswahl des Etikettiermaschinen-Lieferanten für Selbstklebe-Etiketten“, berichtet Hiebing.

Heftausgabe: September 2015
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Über den Autor

Bert Brosch, freier Fachjournalist für Gernep
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