Übernahme-Spekulationen

Nestlé und Stada deuten Interesse an Merck-Medikamenten an

04.12.2017 Das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten des Merck-Konzerns aus Darmstadt zieht offenbar Interessenten an: Nachdem Insider im September bereits über eine Übernahme oder Zusammenarbeit mit Nestlé spekuliert hatten, treten nun auch die neuen Stada-Eigentümer Bain und Cinven auf den Plan.

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Bietet Sanofi genug? Insidern zufolge ist die Übernahme von Actelion kurzfristig möglich. (Bild: Martin Allinger – Fotolia)

Insidern zufolge haben Stada und Nestlé Interesse am Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten von Merck. (Bild: Martin Allinger – Fotolia)

Insiderberichten zufolge sollen Nestlé sowie Bain und Cinven vorläufige Gebote für die Merck-Sparte rezeptfreier Medikamente vorbereiten, schreibt das ARD-Börsenportal. Der Geschäftsbereich habe einen geschätzten Wert von 4 Mrd. Euro. Die Angebote müssten bis zum 15. Dezember vorliegen. Kommentare der beteiligten Unternehmen gibt es jedoch noch nicht.

Merck rechnet mit einer Entscheidung bis Anfang 2018. Nachdem eine im September angedachte strategische Partnerschaft mit Nestlé nicht zustande kam, stehe die Sparte nun zum Verkauf. In der Branche sei genug Interesse vorhanden. Ein Bieterwetstreit zwischen Nestlé und den Stada-Investoren wäre für Merck von Vorteil.

Allerdings stehen beiden potenziellen Bietern auch andere Ziele offen: Bain und Cinven sollen ein Auge auf das Generika-Geschäft von Sanofi geworfen haben. Bei Nestlé steht eine mögliche Übernahme des Gesundheitsgeschäfts vom US-Pharmariesen Pfizer im Raum. Brancheninsider bewerten die Merck-Sparte jedoch als passender für das Nestlé-Portfolio. Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider setzt verstärkt auf Wachstum im Gesundheitsbereich gegenüber dem vergleichsweise schwach wachsenden Markt für Süßwaren.

 

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