Verschlusssache

OEB und OEL für Containment-Lösungen

20.05.2016 Erst 3, dann 4, dann 5, bald 6… Die Anforderungen der Industrie an Containment wachsen aufgrund hochpotenter Wirkstoffe rasant. Und damit einhergehend auch das geforderte OEB- bzw. OEL-Level, das eine Applikation erreichen muss.

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Die Abkürzungen stehen dabei für „Occupational Exposure Band“ bzw. „Occupational Exposure Limit“ und geben Auskunft darüber, welches Gefährdungspotential von einem Stoff ausgeht. Der OEB-Wert beschreibt dabei die Toxikologie des reinen Stoffes, während OEL die durchschnittliche Konzentrationsbelastung durch den Wirkstoff während einer 8-h-Schicht auf das Personal ausdrückt. Zur Veranschaulichung sei hier als Beispiel der aktuelle Standard vieler Applikationen genannt: OEB 5 entspricht einer Belastung (und damit einem OEL) von weniger als 1 µg/m3. Würde man dies auf die Größe des Empire State Buildings in New York hochrechnen, so dürfte sich im gesamten Gebäude nicht mehr als der zwanzigste Teil eines Teelöffels des Wirkstoffs befinden.

Containment in allen Branchen
War die Pharmabranche lange Jahre faktisch alleiniger Treiber, wenn es um Produkt- und Mitarbeiterschutz ging, zieht mittlerweile auch die Nahrungsmittelindustrie kräftig mit. Denn zum einen müssen Betreiber hier immer häufiger im Wechsel mehrere verschiedene Produkte herstellen. Zum anderen steigt der Markt für allergikergeeignete Nahrungsmittel – sei es die klassische Nuss-allergie, oder aber das aktuell wachsende Interesse für glutenfreie Produkte. Kommt es hier zu Querkontaminationen auf der Produktionslinie, drohen nicht nur gesundheitliche Risiken, sondern auch irreparable Image-Schäden für den Hersteller. Als Dritter im Bunde gesellt sich nun auch die klassische Chemie hinzu, die aufgrund der Reach-Verordnung vermehrt auf Containment-Lösungen setzen muss.[pb]

Heftausgabe: Mai 2016
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Philip Bittermann

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