Pumpe füllt hochviskoses Verdickungsmittel in Rekordzeit ab

Panta Rhei

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18.11.2010 Nicht zuletzt seit Patrick Süskinds verfilmtem Roman haben Parfüms und Düfte etwas Geheimnisvolles an sich. Weit weniger geheimnisvoll ist die industrielle Produktion moderner Parfüms und anderer duftender Produkte, von Toilettensteinen über Duschgels bis hin zu Wasch- und Putzmitteln oder Zahncreme. Die Förderung von Vorprodukten spielt bei der Produktivität eine wichtige Rolle.

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Entscheider-Facts Für Anwender


  • Bei Fragrance Resources musste für die Förderung hochviskoser Vorprodukte eine neue Lösung gefunden werden. Das Umfüllen von 35kg des Verdickungsmittels aus einem 1000-l-IBC in 50-l-Kanister dauerte freifließend rund 3h.
  • Nachdem man bei der Dickstoffpumpe F550 GS-6 die Gleitringdichtungen durch eine Stopfbuchsendichtung ersetzt hatte, konnte das Förderproblem gelöst werden.
  • Nun fördert Fragrance Resources das Verdickungsmittel mit einer Geschwindigkeit von etwa 12kg/min – die 35kg eines 50-l-Kanisters also in ungefähr 3min.
  • Der Motor ist von der Pumpe komplett getrennt; bei einer Reinigung kann er einfach von der Pumpe entkoppelt werden.

Die Fragrance Resources GmbH kreiert und produziert hochwertige Duftstoffkonzentrate. Als gewachsenes Hamburger Familienunternehmen, nun international im Rahmen der Fragrance Resources Group tätig, beschäftigt Fragrance Resources weltweit rund 280 Mitarbeiter. Neben dem Standort Hamburg gibt es Kreativzentren in Paris und New York, Produktionsstandorte in der Parfüm-Hauptstadt Grasse (F) und Keyport (USA) sowie weitere Standorte in USA, Spanien, Italien, Honkong und Shanghai. „Wir sind stolz, dass wir zu den Top Ten der Fine Fragrance Produzenten der Welt gehören,“ sagt Dirk Beuster, Manager Quality Control & Product Safety von Fragrance Resources Hamburg. Dabei stellt das Unternehmen selbst keine Riechstoffe her, sondern mischt Rohstoffe unterschiedlichster Herkunft entsprechend einer maßgeschneiderten individuellen Rezeptur zusammen. Darüber hinaus komponieren eigene Parfümeure in Hamburg, Paris und New York neue Produkte, darunter so namhafte Kreationen wie Cool Water Woman, Kenzo Man & Woman, Tease von Paris Hilton, Lacoste Challenge oder Escada Ocean Lounge.

Hochviskoses für den Orient

„Die Rohstoffe beziehen wir weltweit,“ so Beuster, „dazu gehören Produkte aus Indien, Rosenöl aus der Türkei oder Bulgarien, Patschuli-Öl aus Indonesien und weitere.“ Die Rezepturdatenbank umfasst ungefähr 80000 Kompositionen mit 1600 Rohstoffen. Fragrance Resources mischt aber lediglich die Konzentrate, das Konfektionieren mit Alkohol und anderen Trägersubstanzen erfolgt schließlich im Haus des Kunden.

Eine besondere Anforderung hinsichtlich des Förderns und Dosierens hat ihren Ursprung im Mittleren Osten. Dort ist seit einiger Zeit ein Trend zu höher viskosen Fragrance Produkten zu verzeichnen. Dabei werden auch hochwertige Düfte nicht über einen Zerstäuber versprüht, sondern als dickflüssigere Kosmetika auf die Haut appliziert. „Hier wird die besonders hohe Wertigkeit eines Duftes auch über die Viskosität definiert,“ erklärt Dirk Beuster. Dabei ist das Andicken eines Parfümöls gar nicht so einfach,so dass Fragrance Resources für diesen speziellen Anwendungszweck eine völlig neue Lösung erarbeiten musste. Zum Einsatz kommt nun ein Verdickungsmittel aus nachwachsenden Rohstoffen. Die Substanz ist farb- und geruchlos und mit einer Viskostät im Bereich von 60000mPas extrem zähflüssig und zusätzlich sehr klebrig.
Das Umfüllen von 35kg des Verdickungsmittels aus einem 1000-l-IBC in 50-l-Kanister dauerte freifließend rund 3h, so dass für eine übliche Charge von rund 15 Kanistern eine komplette Schicht nur für das Umfüllen erforderlich war. „Da wir mit allen bis dato eingesetzten Pumpen eines Herstellers ausnahmslos zufrieden waren,“ so Dirk Beuster, „baten wir ihn um Hilfe, dieses Förder- bzw. Dosierproblem zu lösen.“ Verschiedene Ausführungen der Dickstoffpumpen wurden getestet, brachten aber aufgrund der hohen Klebrigkeit nicht das gewünschte Ergebnis.

Problem gelöst

Erst als man bei der Dickstoffpumpe F550 GS-6 die Gleitringdichtungen durch eine altbewährte Stopfbuchspackung ersetzt hatte, konnte das Förderproblem gelöst werden. Nun fördert Fragrance Resources das Verdickungsmittel mit einer Geschwindigkeit von etwa 12kg/min – die 35kg eines 50-l-Kanisters also in ungefähr 3min.

Nach einem knappen halben Jahr ist Dirk Beuster vollauf zufrieden. Die Pumpe läuft ohne Probleme und kann nach Gebrauch im IBC stehen bleiben.
Bei der hier eingesetzten Exzenterschneckenpumpe 550 GS mit Planetengetriebe arbeitet eine Förderschnecke aus Edelstahl exzentrisch gegen einen entsprechend geformten PTFE-Stator und sorgt so für ein sehr turbulenzarmes und schonendes Fördern; dies ist bei dem extrem klebrigen Verdickungsmittel von wesentlicher Bedeutung für eine gute Förderleistung.

„Wichtig ist auch“, so Dirk Beuster, dass die Pumpen recht einfach aufgebaut sind.“ Der Motor ist von der Pumpe komplett getrennt und kommt mit dem Fördermedium nicht in Berührung. Soll die Pumpe dann doch mal gereinigt werden müssen, kann der Motor einfach von der Pumpe entkoppelt werden. „Man kann die Pumpe dann einfach zerlegen, hat nur wenige Bauteile, die leicht zu reinigen und wieder zusammen zu bauen sind.“ Durch den einfachen Aufbau ist die Pumpe zusätzlich sehr robust und industrietauglich. Auch die Mitarbeiter kommen mit der Pumpe problemlos klar, so dass Fragrance Resources rundum zufrieden ist.

 

Heftausgabe: November 2010
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Dr. Jörg Dassow , VertriebsleiterFlux-Geräte

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