P+F-Produktfokus Partikelmessgeräte

partikel im rampenlicht

10.10.2006

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Ob Nano-Emulsionen für pharmazeutische Wirkstoffe, Partikel für die Oberflächenbeschichtung oder Schleif- und Polier-Suspensionen für die Halbleiterindustrie – die steigende Verwendung von Nanopartikeln erfordert eine prozessbegleitende Charakterisierung dieser Partikelsysteme.

Ohne Probenahme Basierend auf einer neuen lichtoptischen Methode wurde das Monitorsystem 1560 entwickelt, mit dem Größen und Konzentrationsinformationen direkt im Prozess ohne Probenahme ermittelt werden können. Als Durchflusssensor für die feste Installation konzipiert, besitzt das Gerät eine integrierte Auswerteeinheit, die Signale auswertet. Die Werte können via Schnittstelle in die Prozesssteuerung oder das Leitsystem integriert werden. Ein frei programmierbarer Schaltausgang ermöglicht Regelungsaufgaben vom Sensor aus.

Bis 50 m/s inline messen Die 3D ORM Sensoren messen ebenfalls inline und sind für die Erfassung von Partikeln in einem Bereich bis 3mm bei Transportgeschwindigkeiten von 50m/s geeignet. Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich in Homogenisatoren, Wirbelbettanlagen, Mahlprozessen, Abfüll- und Transportaufgaben. Die Sensoren sind totraumfrei und benötigen keine Reinigung. Die Geräte können von -90 bis 220°C und Drücken von 16 bis 32bar eingesetzt werden und sind unempfindlich gegenüber Vibration. Produkte mit Rückreflexionseigenschaften werden in Echtzeit gemessen. Die Messungen erfolgen in den Medien mit Originalkonzentration. Für die Erfassung morphologischer Parameter werden inline Bildanalysesysteme angeboten.

Kleine Probenvolumina Der Laser Particle Sizer analysette 22 wird mit neuen Eigenschaften angeboten. Eine neue Kleinmengen-Dispergiereinheit erlaubt es, sehr kleine Suspensionsvolumina zur Messung zu nutzen und eignet sich für die meisten Lösemittel. Die Dispergiereinheit kann vollautomatisch gewechselt werden und auch der Spülkreislauf ist komplett automatisiert. Die Software LaPaSS basiert auf einer SQL-Datenbank und ermöglicht eine Steuerung des Geräts über SOPs. Das Programm ermöglicht individuelle Reports und Layouts, ist CFR 21 part 11 kompatibel und setzt auf den Standard ISO 13320-1 (Laser Diffraction).

Trockene Proben charakterisieren Für die Messung trockener Proben mit statistischer Laserlichtstreuung wurde die Trockendispergiereinheit PowderJet für das Analysengerät Horiba LA-950 entwickelt. Das Gerät wird für lösliche, kohäsive oder quellfähige Materialien wie z.B. Baustoffe, Lebensmittel oder pharmazeutische Wirkstoffe eingesetzt und ist eine Alternative zur Messung in flüssigen Medien oder zur digitalen Bildverarbeitung. Die einzelnen Partikel werden in einer Venturi-Düse mittels Druckluft voneinander getrennt. Rieselfähiges oder zerbrechliches Material kann auch ohne Druckdispergierung gemessen werden. Eine Vakuumeinheit in der Messzelle beugt Verschmutzungen der Küvette vor. Eine einzelne Messung dauert laut Hersteller inklusive Probenzugabe, Messung und Berechnung weniger als eine Minute.

Reinräume überwachen Nicht zur Einzelpartikelanalyse, aber für das Umgebungsmonitoring in Reinräumen wurde das Überwachungssystem Ascotec entwickelt. Es ermöglicht in der Pharma- und Biotechindustrie zuverlässige und genaue Aussagen zum mikrobiologischen Status des Produktionsumfeldes. Das Gerät saugt Verunreinigungen mit Hilfe einer Vakuumpumpe an und sammelt Mikroorganismen zur Beobachtung auf einer Petrischale. Das System zeichnet sich durch eine hohe Sammlungseffizienz bei niedriger Luftgeschwindigkeit aus. Per Lasertechnik werden präzise Rechtecke mit einer Breite von 90 µm geschlitzt, die auf der Oberfläche der Petrischalen erkennbare Muster hinterlassen. So können Verunreinigungen außerhalb des kontrollierten Einwirkungsbereichs als Sekundärkontaminationen unterschieden werden. Die Luftmonitoringanlagen stehen als ferngesteuerte oder tragbare Systeme zur Verfügung.

Heftausgabe: Oktober 2006

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Lind
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