Markt

Personalisierte Krebsimpfstoffe: Siemens und Biontech kooperieren

25.06.2015 Siemens und das Biotechnologieunternehmen Biontech wollen strategisch zusammenarbeiten, um eine vollständig automatisierte und digitalisierte Produktionsanlage zur Herstellung von personalisierten Krebsimpfstoffen für den weltweiten Markt zu bauen. Ziel ist es, individualisierte Medizin gemäß GMP papierlos und kommerziell herzustellen.

Anzeige

Mit der in Zusammenarbeit entstehenden Produktionsanlage lassen sich individualisierte Krebsimpfstoffe herstellen, die passgenau zur RNA jedes Patienten passen (Bild: Gernot Krautberger – Fotolia)

Die Kooperation ermöglicht es Biontech, alle notwendigen Prozess- und Produktionsschritte zu implementieren und zu integrieren, um individualisierte Krebsimpfstoffe in großem Maßstab zu produzieren. Die Immuntherapie des Biotechnologieunternehmens basiert darauf, das individuelle Mutationsmuster des Tumors jedes einzelnen Krebspatienten zu entschlüsseln. Auf das Profil der Mutationen werden für jeden Patienten passgenau synthetische RNA-Impfstoffe hergestellt. Bei der Entwicklung und Herstellung solcher Medizin entstehen enorme Datenmengen. Die papierlose Produktion erhöht die Effizienz und Produktqualität, senkt aber gleichzeitig Kosten. Hierfür wird eine integrierte Kommunikation zwischen der Automatisierungsebene und der Manufacturing IT hergestellt. Als zentraler Zugangspunkt für alle prozess- und qualitätsbezogenen Daten verbindet die Lösung das Planungssystem mit der Produktion und dem Labor-Management-System. Qualitätsrelevante Produktionsdaten lassen sich so vollständig elektronisch erfassen und dokumentieren – ohne den sonst großen Aufwand an manuellen Vorgängen und Chargenprotokollen in Papierform. Paperless Manufacturing beschleunigt so die Erstellung, Ausführung, Überprüfung und Freigabe von pharmazeutischen Produktionsprozessen und Chargenprotokollen.

(su)

Anzeige
Loader-Icon