Markt

Pharma-Übernahmepoker: Pfizer und Valeant legen nach, Merck will weiter zukaufen

14.05.2014 Bei den aktuellen Übernahme-Deals wird weiter gepokert: Während sich Pfizer zu Zugeständnissen an britische Politiker genötigt sieht, hat auch der kanadische Pharmahersteller Valeant angekündigt, sein 47 Mrd. Dollar schweres Angebot für Allergan nachzubessern. Und Merck wll auch nach der Übernahme von AZ Electronic Materials weiter zukaufen.

Anzeige
Pharma-Übernahmepoker: Pfizer und Valeant legen nach, Merck will weiter zukaufen

Daumen rauf oder Daumen runter? Im aktuellen Übernahmepoker um Astra Zeneca und Allergan legen die Übernehmer nach (Bild: Edyta Pawlowska – fotolia)

Heute soll der Pfizer-Chef Ian Read vom britischen Parlament zu den Übernahmeabsichten für Astra Zeneca befragt werden. Um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, hat Pfizer gestern bereits Zusagen im Hinblick auf Forschungseinrichtungen und Personal als „rechtlich bindend“ bezeichnet. Damit sollen Befürchtungen ausgeräumt werden, dass es ähnlich wie bei früheren Pfizer-Übernahmen zu massiven Stellenstreichungen an Standorten in Großbritannien kommen wird.

Valeant legt für Allergan-Aktionäre nach

Auch im Übernahmepoker zwischen Valeant und dem Botox-Hersteller Allergan gibt es neue Entwicklungen. Valeant-Chef Michael Pearson erklärte in einem Brief an Aktionäre: „Wir planen unsere Offerte zu verbessern, um unser Engagement zu zeigen, diesen Deal zum Abschluss zu bringen.“ Am Montag hatte der Verwaltungsrat von Allergan das Angebot der Kanadier als „zu niedrig“ abgelehnt. 

Merck auch nach AZ-Übernahme noch nicht satt

Derweil plant der Darmstädter Pharma- und Chemiehersteller Merck auch nach der jüngsten Übernahme der britischen Spezialchemiefirma AZ Electronic Materials weitere Zukäufe. Merck-Chef Karl-Ludwig Kley sagte am Freitag, die Wachstumspläne seien noch nicht beendet: „Merck ist ein finanziell kerngesundes Unternehmen. Wir können uns Investitionen und Akquisitionen leisten.“

(as)

 

Anzeige
Loader-Icon