Präzise Druckmessung in cGMP-Dampfsterilisatoren

Hygiene mit Hochdruck

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25.10.2017 Der Bedarf an Infektionsprävention und den entsprechenden Lösungen wächst weltweit. Für diese Herausforderung entwirft und produziert die Schweizer Unternehmensgruppe Belimed seit über 40 Jahren Systemlösungen für Reinigung, Desinfektion und Sterilisation.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Hygienische Drucksensoren sind ein entscheidendes Bauteil von Dampfsterilisatoren – insbesondere für die Sterilisation von vakuumfesten, porösen und schwer entlüftbaren Produkten mittels Sattdampf.
  • Die Sensoren überschreiten die maximal zulässige Messabweichung von 1 kPa nicht – unabhängig von Umgebungskonditionen wie Temperatur, Feuchte und Druck.
  • Einsatzbereich von 50 bis 3.100 mbar und Temperaturen von 0 bis 135 °C.
  • Das vollverschweißte Design entspricht den Anforderungen gemäß EHEDG oder ASME BPE.
Aufmacher belimed

Der Drucksensor PBMH in der Technikkammer eines Sterilisators. Die Kühlrippen am Sensor entkoppeln die Prozesstemperatur von der Elektronik, was einen zeitlich unbegrenzten Einsatz im Hochtemperaturbereich ermöglicht. (Bild: Baumer)

Sie ist tätig in den Bereichen Medical und Life Science.  Zu ihren Kunden gehören global agierende Pharma- und Biotech-Produzenten, die die Autoklaven und Anlagen des Unternehmens verwenden.

Am Standort Sulgen in der Schweiz baut das Unternehmen die Sterilisatoren der Baureihen BST, PST und LST. Sie entsprechen cGMP, GAMP V und FDA. Auf modularer Basis gibt es sie ein- oder zweitürig mit verschiedenen Sterilisationsverfahren und Nutzenvolumen von mehreren hundert Litern bis hin zu 60 m3. Die hygienischen Drucksensoren PBMH von Baumer sind ein entscheidendes Bauteil der BST- und PST-Sterilisatoren. Diese Dampfsterilisatoren eignen sich insbesondere für die Sterilisation von vakuumfesten, porösen und schwer entlüftbaren Produkten mittels Sattdampf. Dabei werden die Kammern mit einem einfachen oder fraktionierten Vorvakuum entlüftet. Aufheizung und Sterilisation erfolgen mittels Sattdampf, die Trocknung per einfachem oder fraktioniertem Vakuum. Die Prozessparameter lassen sich an die jeweiligen Anforderungen anpassen. Üblich sind ≥ 15 min bei 121°C und 2 bar.

 

Redundante Drucküberwachung

An den Sterilisationskammern der BST- und PST-Baureihe befinden sich drei der Drucksensoren: einer an der Dampfzuleitung, zwei an der Sterilisationskammer. Der Sensor in der Dampfzuleitung kontrolliert den Dampfversorgungs-Druck. Dieser Druck muss permanent sowohl einen parametrisierbaren Absolutwert als auch einen parametrisierbaren Relativwert zum Kammerdruck überschreiten. Unterschreitet der Dampfversorgungsdruck einen dieser Werte, löst die Steuerung einen Alarm aus.

Die Sensoren in der Kammer sind zweifach vorhanden, um sich einerseits gegenseitig zu überwachen. Andererseits ermöglichen sie die von der Prozessführung unabhängige Prozessregistrierung.

Heftausgabe: November 2017
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Thomas Schneider, Product Market  Manager, Baumer

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Thomas Schneider, Product Market Manager, Baumer
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