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Preiskartell: Französische Milch-Produzenten müssen 190 Mio. Euro zahlen

18.03.2015 In Frankreich ist ein Preiskartell in der Milchindustrie aufgeflogen: Elf beteiligte Unternehmen hat die französische Wettbewerbsbehörde zu Geldstrafen im Gesamtwert von 192,7 Mio. Euro verordnet.

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Preiskartell: Französische Milch-Produzenten müssen 190 Mio. Euro zahlen

Im Kartell hatten sich die Firmen unter anderem über die Preise von Joghurt abgesprochen (Bild: © Alessio Cola – Fotolia.com)

Beteiligt am Kartell sind die Milchverarbeiter Yoplait, Senagral (Senoble), die Nestlé-Tochter Lactalis, Novandis (Andros-Gruppe), Dairy Masters of Cotendtin, Laïta, Alsace Milk, Dairy St. Malo, Yeo Costs (Group 3A) und H. Dairies Triballat (Rians). Die Preis-Festsetzungspraktiken des Kartells beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 2006 und 2012. Unter anderem haben sich die Unternehmen mit den Joghurt-Preisen abgesprochen.

Bereits im August 2011 und im Februar 2012 war die Wettbewerbsbehörde auf die Kartellarbeit aufmerksam geworden. Yoplait hatte die Kartell-Machenschaften an die Behörde weitergegeben. Diese konnte im Anschluss ermitteln, inwiefern die einzelnen Unternehmen involviert waren. Die höchste Strafe muss demnach Lactalis mit 56,1 Mio. Euro zahlen. Yoplait soll aufgrund der Selbstanzeige keine Buße zahlen müssen.

Hier finden Sie das Schreiben der französischen Wettbewerbsbehörde (Autorité de la concurrence) in französischer Sprache.

(su)

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