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Produktinspektion mit der Material Discrimination X-ray-Technologie

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11.03.2015 Hobbygolfer treffen nicht jeden Ball so, dass er im Fairway landet. Und ob man es glaubt oder nicht: Das kann Lebensmittelherstellern Probleme bereiten.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Material Discrimination X-ray-Technologie (MDX) ist eine fortschrittliche Röntgeninspektionstechnologie, die zwischen lang- und kurzwelligen Röntgenstrahlen unterscheiden kann.
  • Die Fremdkörpererkennung erfolgt daher nicht nur anhand von Dichteunterschieden, sondern anhand der chemischen Zusammensetzung (Ordnungszahl).
  • Die Entwicklung von MDX für die Produktinspektion hat sich an den Anforderungen von Lebensmittelherstellern orientiert, die eine zuverlässige Lösung zum Erkennen und Entfernen von Fremdkörpern benötigen.

Verirrte Golfbälle landen beispielsweise in Kartoffelfeldern, wo sie bei der Ernte zu einer unerwünschten Beigabe werden. Bei der Verarbeitung kann dann die zur Produktinspektion verwendete herkömmliche Röntgeninspektionstechnologie nicht zuverlässig zwischen den runden Golfbällen und ähnlich geformten Kartoffeln unterscheiden. Es bedarf keiner gesonderten Erwähnung, dass Lebensmittelhersteller sicherstellen müssen, dass keinerlei Teile dieser Golfbälle – oder jegliche Fremdkörper anderer Art – in den nachgelagerten Produktionsprozess und schließlich in die zum Verkauf vorgesehenen Kartoffelprodukte gelangen können.

Das Problem mit den Fremdkörpern
Dieses Beispiel veranschaulicht nur eine der Einschränkungen herkömmlicher Röntgeninspektionstechnologien bei der Überprüfung moderner Lebensmittel auf Fremdkörper. Verbraucher erwarten von ihren Lebensmitteln Zweckmäßigkeit und eine Anpassung an immer stressigere und mobile Lebensstile. Dadurch steigt die Nachfrage nach Artikeln wie verpacktem Obst und Salaten sowie Fertiggerichten an, und auch Snackprodukte wie Nuss- oder Körnermischungen und Frühstückszerealien sind sehr beliebt. In der Lebensmittelinspektion stellen diese Produkte aufgrund der sehr unterschiedlichen Dichte der Lebensmittel und auch der manchmal sehr innovativen Verpackung Herausforderungen dar. Steine sind häufige Fremdkörper in Kartoffeln, Salaten, Trockenobst und Gemüse; in Reisprodukten finden sich oft kleine Steine oder Glas.

Die herkömmliche Röntgeninspektionstechnologie eignet sich sehr gut zum Erkennen bestimmter Fremdkörper in Lebensmittelprodukten. Edelstahl, Eisen- und Nichteisenmetalle, Glas, Knochen, Mineralgestein sowie Kunststoff hoher Dichte und Gummi in einem Lebensmittel können erkannt und entfernt werden. Die herkömmliche Röntgeninspektionstechnologie hat jedoch Schwierigkeiten beim Erkennen anorganischer Fremdkörper wie Glasscherben, Steinen sowie Kunststoffen und Gummi mit geringer Dichte, wenn diese in einem Produkt mit mehreren verschiedenen Dichtewerten vorkommen, beispielsweise einem verpackten Salat. Typischerweise ist das mit herkömmlicher Röntgeninspektionstechnologie bei solchen Produkten erzeugte Bild diffus, und es ist nichts erkennbar.

Heftausgabe: März 2015
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Über den Autor

Kyle Thomas, Strategic Business Unit (SBU) Manager, Eagle Product Inspection
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