Sicherheitsetikett gegen Fälschungen in der Lebensmittel-Industrie

Produktschutz mit Stärke

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07.09.2016 Nicht nur Milchpulver ist im Visier von Nahrungsmittel-Fälschern: Meelunie, führender Produzent von Kartoffelstärke, vertreibt seine Produkte in der ganzen Welt, mit besonderem Schwerpunkt in Asien.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Produktfälschungen kosten nicht nur Geld, weil sie den Hersteller der Originalware Marktanteile kosten, sondern auch, weil sie das Image nachhaltig schädigen können.
  • Mit einer Kombination aus Sicherheitsetikett und einer Aufklärungskampagne konnte der Hersteller die Produktsicherheit für den Endverbraucher deutlich erhöhen.
  • Neun Monate nach Einführung der Sicherheitsmerkmale konnte der Hersteller einen Rückgang beim Verkauf gefälschter Stärkeprodukte verzeichnen.
Produktschutz mit Stärke

Bild: emuck – Fotolia

Produktschutz mit Stärke

Original oder Fälschung? Diese Frage war vor der Einführung des Sicherheitsetiketts nur schwer zu beantworten. (Bild: Meelunie)

Nach Schätzungen der wichtigsten Vertriebspartner von Meelunie in China, Hongkong und Taiwan sind in diesen Märkten 30 bis 50 % der angebotenen Produkte der Marke Windmill gefälscht. Das bedeutet einen signifikanten Umsatzverlust für das niederländische Unternehmen. Seit August 2015 schützt der Markenanbieter seine Produkte daher mit Tesa Priospot-Sicherheitsetiketten. Kombiniert mit einer wirksamen Kommunikationskampagne für Händler und Endkunden gelang dem Nahrungsmittel-Hersteller ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen Fälschungen: Die Nachfrage nach Originalverpackungen mit Sicherheitsetikett ist deutlich gestiegen, ebenso wie die Anzahl der Echtheitsprüfungen. Die Kombination der beiden Maßnahmen verdrängt also Fälschungen erfolgreich aus dem Markt. „Wenn wir von Fälschungen reden, geht es nicht nur um entgangene Geschäfte, sondern auch um das Risiko einer Schädigung der wahrgenommenen Markenqualität. In unserem Fall betreffen die Fälschungen sowohl die Verpackung als auch den Inhalt“, erklärt Jan van Vilsteren, Vertriebsleister bei Meelunie. „Setzt man den Gedanken weiter fort, entstehen potenzielle Probleme mit der Lebensmittelsicherheit, wenn anderes Material als Kartoffelstärke in die Verpackungen gefüllt wird, ein Umstand, der eine weitaus schädigendere Wirkung auf unseren Markenwert und unser Geschäft hätte, nicht nur in der Region, sondern weltweit.“

Zuschlag für Etiketten-Hersteller

Um diese Risiken zu vermeiden, ließ sich das Unternehmen 2015 unterschiedliche Markenschutzlösungen präsentieren und führte unter anderem Gespräche mit Fujifilm, Dupont, NJ Intelligence und KPMG. Bei den Lösungsangeboten ging es in erster Linie um Hologramme. Die abschließende Wahl fiel auf Tesa Scribos, dem einzigen Unternehmen, das zu 100 % auf Markenschutz und Fälschungssicherheit auf der Grundlage von QR-Codes in Kombination mit intern entwickelten Technologien spezialisiert ist. Gemeinsam mit dem Lösungsanbieter erarbeitete Meelunie ein individuelles Sicherheitsetikett, das den Bedürfnissen des Unternehmens voll und ganz entspricht. Die Lösung konzipierte, entwickelte und fertigt der Dienstleister zu 100 % am Produktions-standort und Hauptsitz in Heidelberg. Von dort aus gelangte das Etikett direkt an den exklusiven Verpackungszulieferer des Kartoffelstärke-Herstellers, um jegliche Schwachstellen in der Lieferkette auszuschließen.

Heftausgabe: September 2016
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Über den Autor

Volker Hahn, International Marketing Director bei Tesa Scribos

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