Alles clean, oder was?

Raumdekontamination mit Wasserstoffperoxid als Rundum-Service

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18.09.2015 Hierauf muss man penibel achten: Reinräume in der Pharmaindustrie sollen eine Kontamination mit Mikroorganismen, Partikeln und Pyrogenen möglichst vermeiden. Dieses ist im „Anhang 1 zum EG-Leitfaden der Guten Herstellungspraxis“ geregelt. Die hier empfohlenen Grenzwerte für die mikrobiologische Kontamination dürfen nicht überschritten werden.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Die Dekontamination durch Wasserstoffperoxid bietet eine interessante Alternative zu einer zum Teil sehr aufwendigen manuellen Desinfektion von kompletten Räumen und deren Inventar.
  • Sie ist hochwirksam gegen alle bekannten Keime einschließlich Sporen, ist zudem rückstandsfrei und im Vergleich zu anderen Methoden umweltfreundlich.
  • Die Dekontamination eignet sich insbesondere zur Aufbereitung von hochsensiblen Bereichen oder Räumen, die durch besonders hartnäckige Keime oder unbekannten Quellen kontaminiert sind.

Von daher sind vor Inbetriebnahme des Reinraumes, nach Wartungsarbeiten oder auch während des Betriebs geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um diese geforderten Keimzahlen nicht zu überschreiten.
Zu diesen Maßnahmen zählt auch die Flächendesinfektion. Hierzu gibt es unterschiedliche Verfahren und Produkte. In der Regel spricht man von der klassischen „manuellen“ Desinfektion, bei der gebrauchsfertige oder aus Konzentrat hergestellte Desinfektionsmittellösungen mittels Wischen oder Sprühen auf die Oberflächen aufgetragen werden.

In seltenen Fällen kann es aber geschehen, dass die manuelle Desinfektion nicht mehr ausreicht. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Zum einen ist es möglich, dass das Desinfektionsmittel ein zu geringes Wirkspektrum aufweist und beispielsweise gegen Sporen keine Wirksamkeit zeigt, zum anderen kann es sein, dass die Ursache der Kontamination nicht erkannt wird. So werden kleine Nischen oder Flächen, die möglicherweise schwer erreichbar sind, kaum oder gar nicht desinfiziert, der Einschleuseprozess von Rohwaren oder Hilfsmitteln in die Produktionsumgebung weist Sicherheitslücken auf, oder der Produktionsmitarbeiter selbst ist die Kontaminationsquelle.

Ein Verfahren hat sich in den letzten Jahren neben der klassischen Wischdesinfektion verstärkt etabliert: die Raumbegasung mit Wasserstoffperoxid (H2O2). Bei diesem Prinzip ist zwischen Verfahren die Tröpfchen aus 6-%igen Wasserstoffperoxid erzeugen und solchen die 30- bis 35-%iges Wasserstoffperoxid verdampfen deutlich zu unterscheiden. Das Erzeugen von Tröpfchen ist letztendlich eine Art Sprühdesinfektion mit kleinen Tropfen, und es bleibt neben der begrenzten Wirksamkeit von 6 % Wasserstoffperoxid die Frage der Erreichbarkeit aller Oberflächen.

Heftausgabe: September 2015
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Michael Mohr, Life Sciences & Foodtec Hygiene International Schülke & Mayr

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Michael Mohr, Life Sciences & Foodtec Hygiene International Schülke & Mayr
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