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Rewe Group setzt auf europäische Eiweißquellen als Soja-Ersatz

04.02.2014 Die Rewe Group, Köln, fordert und fördert seit langem eine sukzessive Substitution von aus Südamerika importiertem Soja(schrot) durch europäische Eiweißquellen. Mit der im September 2013 veröffentlichten „Leitlinie für nachhaltiges Soja als Futtermittel“ will das Unternehmen der weiteren Zerstörung von Regenwäldern entgegen wirken.

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Rewe Group setzt auf europäische Eiweißquellen als Soja-Ersatz

Rewe will, dass südamerikanisches Soja für Tierfutter, das aus gerodeten Regenwäldern kommt, durch europäische Eiweißquellen ersetzt wird – und verfolgt diese Unternehmenspolitik für seine Eigenmarken (Bild: Rewe Group)

Hintergrund für diese Entschließung ist unter anderem, dass der Verband der brasilianischen Ölsaatenhändler Abiove nach Medienberichten beabsichtigt, den freiwilligen Boykott von Soja aus neu gerodeten Gebieten am Amazonas auslaufen zu lassen. Es muss davon ausgegangen werden, dass dadurch in Deutschland mehr Produkte in den Handel kommen werden, für die kurz zuvor Amazonas-Regenwald gerodet und zerstört wurde. Ebenso trägt die Zerstörung der Regenwälder zum Klimawandel bei, weil beim Abholzen der Bäume Treibhausgas freigesetzt wird.

Das genossenschaftliche Einzelhandels- und Touristik-Unternehmen will durch seine Geschäftspolitik erreichen, dass die Sojafütterung als Eiweißquelle in der Produktion von Milch- und Molkereiprodukten, Eiern sowie Fleischprodukten nachhaltiger und verantwortungsvoller wird. Der Geltungsbereich dieser Leitlinie umfasst zunächst alle frischen Eigenmarken-Produkte tierischen Ursprungs der Unternehmensgruppe in Deutschland.

„Mit unserer Leitlinie für nachhaltiges Soja verfolgen wir das Ziel, zusammen mit unseren Lieferanten und Vorlieferanten die Sojafütterung als Eiweißquelle nachhaltiger und verantwortungsvoller zu gestalten. Wir sehen uns darin bestätigt, dass nur durch eine vollständige Umstellung auf europäische Eiweißquellen die negativen Folgen der Landnutzungsveränderungen in Südamerika eingedämmt werden können“, sagt Dr. Ludger Breloh, Bereichsleiter „Grüne Produkte“ bei Rewe.

(dw)

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