Markt

Roche: Jahresergebnis leidet unter Restrukturierungen

28.01.2015 Jetzt hat auch Roche seine Geschäftszahlen für das Jahr 2014 veröffentlicht: Mit 47,5 Mrd. CHF konnte der Konzern seinen Umsatz genau wie Wettbewerber Novartis um 1 % steigern. Gefallen hingegen ist der Gewinn; hier erwirtschaftete das Unternehmen mit 9,54 Mrd. CHF 16 % weniger als im Vorjahr.

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Severin Schwan, CEO von Roche, sieht sein Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt (Bild: Roche)

Severin Schwan, CEO von Roche, kommentierte den Geschäftsverlauf im Jahr 2014: „Wir haben 2014 gute Fortschritte erzielt. Gestützt auf unsere neu eingeführten Arzneimittel und diagnostischen Tests verzeichneten beide Divisionen ein gutes Wachstum. Außerdem konnten wir zehn Übernahmen zur gezielten Ergänzung unseres Portfolios in den Divisionen Pharma und Diagnostics tätigen.“ Die Konzernverkäufe lagen 2014 bei 47,5 Mrd. CHF. In der Division Pharma trugen insbesondere das Portfolio zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs (20 %) sowie Avastin (6 %) zum Wachstum bei. Die neuen Produkte Perjeta und Kadcyla zur Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs trugen sehr gut zum Verkaufswachstum bei und konnten Umsatzeinbußen bei Xeloda aufgrund von Konkurrenz durch Generika mehr als ausgleichen. Die Nachfrage für Arzneimittel gegen immunologische Erkrankungen blieb anhaltend stark, vor allem für Actemra/RoActemra (23 %) zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis und für Xolair (25 %) gegen chronische idiopathische Urtikaria und allergisches Asthma. Gegen Ende des Jahres legten die Verkäufe von Tamiflu aufgrund der Grippeepidemie in den USA beträchtlich zu (54 %). In der Division Diagnostics trugen erneut die Geschäftsbereiche Professional Diagnostics mit einem Verkaufszuwachs von 8% sowie Molecular Diagnostics mit 6% am stärksten zum Wachstum bei.

Wertminderungen und Restrukturierungen
2014 belasteten die Refinanzierung der langfristigen Verbindlichkeiten sowie Wertminderungen und Restrukturierungskosten den Konzerngewinn nach IFRS. Die Roche-Gruppe refinanzierte einen Teil ihrer langfristigen Verbindlichkeiten, um die Niedrigzinsphase zu nutzen. Nach Steuern ergab sich hieraus ein einmaliger Verlust in Höhe von 279 Mio. CHF. Die Kosten für Restrukturierungsprogramme erhöhten sich um 252 Mio. CHF aufgrund eines nicht wiederkehrenden, außerordentlichen Einkommenseffekts im IFRS-Ergebnis in 2013. Insgesamt führten diese Kosten und Wertminderungen nach Steuern 2014 zu einem um 10 % geringeren Konzerngewinn auf Basis IFRS (-16 % in Schweizer Franken). Der Kernkonzerngewinn, in dem diese außerordentlichen Positionen nicht enthalten sind, stieg gegenüber dem Vorjahr um 6% (stabil in Schweizer Franken).

Ausblick für 2015
Für 2015 rechnet die Roche-Gruppe mit einem Verkaufszuwachs im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich, zu konstanten Wechselkursen. Zudem wird ein Wachstum des Kerngewinns je Titel zu konstanten Wechselkursen angestrebt, das über dem Verkaufswachstum liegt.

Hier finden Sie den ausführlichen Geschäftsbericht des Pharma-Konzerns.

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