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Roche nutzt Energie aus Abwasser

21.09.2010 Das Pharmaunternehmen Roche Diagnostics hat beschlossen, an seinem oberbayerischen Standort Penzberg eine neue anaerobe Anlage zur biologischen Vorbehandlung eines Abwasserteilstroms zu errichten. Die Anlage, die energiereiches Biogas erzeugt, ergänzt eine bereits vorhandene Membranbelebung. Gebaut wird die Anaerobanlage von Aquantis, einem Tochterunternehmen von Veolia Water Solutions & Technologies.

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Roche nutzt Energie aus Abwasser

Die Biobed-Anlage bei Roche (Bild: Veolia)

Mit dem neuen System sollen kohlenstoffreiche Abwasserteilströme und biologisch abbaubare flüssige Abfälle aus der biotechnologischen Produktion vorbehandelt werden. Zum Einsatz kommt ein 480 m3-großer Biobed-EGSB-Reaktor (Expanded Granular Sludge Bed), in dem die biologische Behandlung erfolgt. Im Zuge dieses Prozesses wird energiereiches Biogas produziert, gesammelt und aufbereitet. Es wird in einem Blockheizkraftwerk des werkszentralen Kesselhauses zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt. Die erzeugte Strommenge deckt über 90 % des Energiebedarfs der Abwasserreinigungsanlage ab, die Wärmeenergie wird zur Vorwärmung der Kesselspeisewässer in der Energiezentrale eingesetzt. Weitere Einsparungen werden durch das Entfallen der bisher vorgeschalteten aeroben Hochlaststufe erzielt. Die Kohlendioxid-Emission wird jährlich um rund 950 Tonnen reduziert, womit Roche in Penzberg eine nachhaltige Verringerung seines Carbon Footprints erzielt. Der Montagebeginn der anaeroben Anlage ist für Ende März 2011 vorgesehen, die Inbetriebnahme soll im November 2011 erfolgen.

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