Blaupause für Serialisierung

Rottendorf Pharma setzt Serialisierungsprojekt um

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16.09.2015 Hier sollten Pharma-Produzenten nichts anbrennen lassen: Bereits 2013 begann der pharmazeutische Dienstleister Rottendorf Pharma, sich intensiv mit dem Thema Serialisierung auseinanderzusetzen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Produzierende Pharmaunternehmen und Lohnverpacker müssen sich für die Serialisierungsanforderungen der kommenden Jahre rüsten. Während der Begriff vielerorts noch große Unsicherheit hervorruft, sind einige Unternehmen bereits mitten in der Umsetzungsphase.
  • Dabei entschied sich ein deutscher Lohnverpacker für die Zusammenarbeit mit Bosch Packaging Technology. Ausschlaggebend waren die Modularität des CPS-Moduls, die Schnittstelle zur IT, die hohe Motivation aller Projektbeteiligten sowie die Erweiterbarkeit des Konzeptes für künftige Anforderungen.

Insbesondere von Lohnverpackern wird in Zukunft erwartet, dass sie über klar definierte Prozesse und Schnittstellen verfügen. Aufgrund der über 80-jährigen Erfahrung weiß das Unternehmen mit Hauptsitz in Ennigerloh bei Münster genau, worauf es seinen Kunden ankommt. „Da reicht es nicht aus, rechtzeitig zu einem bestimmten Stichdatum ein Serialisierungsmodul in unsere Linien zu integrieren“, erläutert Carsten Stein, Director Packaging bei Rottendorf Pharma. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern Bosch und Advanco frühzeitig ein multiplizierbares Gesamtkonzept zu entwickeln, mit dem wir flexibel auf die unterschiedlichen Richtlinien überall auf der Welt reagieren können.“

Für Anforderungen weltweit gerüstet
Der Kundenstamm des in Stiftungsbesitz befindlichen Unternehmens verteilt sich in etwa gleichmäßig zu je einem Drittel auf Hersteller verschreibungspflichtiger Medikamente, Generika und OTC (Over the Counter)-Produkte. Mit Niederlassungen in Deutschland, Frankreich und den USA bedient Rottendorf Pharma sowohl große Pharmakonzerne als auch mittelständische Unternehmen aus aller Welt, vor allem aus Europa und Nordamerika. „Die Serialisierungsanforderungen der unterschiedlichen Länder haben ungefähr genauso viele Gemeinsamkeiten wie Unterschiede“, berichtet Muhammet Yavuz, Head of Packaging Technology bei Rottendorf Pharma. „Deshalb haben wir zu Beginn des Projektes sämtliche Länderanforderungen geprüft und ein Anforderungsprofil für uns und unsere Zulieferer erstellt.“ In den meisten Staaten sollen Hersteller verschreibungspflichtige Medikamente sowohl mit einem 2D Data Matrix Code als auch mit einer eindeutigen Seriennummer versehen. China, Brasilien, Saudi Arabien und Jordanien beispielsweise beginnen bereits mit der Umsetzungsphase. Die Richtlinie 2011/62/EU (Falsified Medicines Directive) der Europäischen Union sieht ihrerseits kodierte Verpackungen mit eindeutiger Seriennummer für nahezu alle verschreibungspflichtigen Medikamente voraussichtlich ab dem ersten Halbjahr 2018 vor.

Heftausgabe: September 2015
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Daniel Sanwald, Produktmanager Track & Trace, Bosch Packaging Technology

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Daniel Sanwald, Produktmanager Track & Trace, Bosch Packaging Technology
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