Markt

Saltigo investiert in CGMP-Produktionskomplex

02.10.2006

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Mit einem Investitionsaufwand von rund 10 Mio. Euro will Saltigo einen bestehenden Anlagenkomplex am integrierten Standort Leverkusen zu einer modernen multifunktionalen Anlagenstruktur für die CGMP-konforme (Current Good-Manufacturing Practice) Produktion, Aufarbeitung und Reinigung von APIs (Active Pharmaceutical Ingredients) und Zwischenprodukten um- bzw. auszubauen. Die 100%ige Lanxess-Tochter bietet markt- und kundengerechte Komplettlösungen rund um Entwicklung, Pilotierung und Herstellung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten an. Nach derzeitiger Planung sollen Mitte 2007 erhebliche, zusätzliche CGMP-Kapazitäten bereitstehen. „Der Rückgriff auf eine existierende, von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) bereits mehrfach abgenommene Anlage erlaubt es uns, schnell und mit relativ niedrigem Investitionsvolumen auf den wachsenden Bedarf zu reagieren“, erläutert Saltigo-Geschäftsführer Dr. Axel Westerhaus das Projekt.


Der neue Produktionskomplex wird aus vier modularen Mehrzweckeinheiten bestehen, von denen eine ausschließlich zur Produktion von Intermediaten dienen soll. Die Einheiten sind auf den Einsatz von Lösemitteln und Feststoffen sowie für die Handhabung korrosiver APIs eingerichtet. Sie verfügen über ein automatisches, rezeptgesteuertes Prozessleitsystem. Ihre Gesamtkapazität wird bei mehr als 200 t/a liegen. Neben CGMP-Basistechnologien, zu denen künftig auch metallorganische Reaktionen bei tiefen Temperaturen gehören, stehen den Kunden Spezialreaktionen unter CGMP-Bedingungen zur Verfügung, darunter Phosgenierungen, Hydrierungen unter hohem Druck oder Fluorierungen sowie die Handhabung von Reagenzien mit hohem Energieinhalt oder stark exothermen Reaktionen.

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