Markt

Sartorius behauptet sich in schwierigem Marktumfeld

23.02.2009

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Der Auftragseingang lag mit einem Plus von wechselkursbereinigt 1,6 Prozent bei 609,8 Mio. Euro und damit ebenfalls etwas über dem Niveau des Vorjahrs (aktuelle Wechselkurse: -1,1 Prozen).  Der Gewinn des Konzerns ging aufgrund des insgesamt schwachen Marktumfelds sowie ungünstiger Währungseffekte gegenüber dem Vorjahr zurück, bewegte sich aber weiterhin auf solidem Niveau: Das operative Ergebnis (EBITA: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation) betrug im Berichtszeitraum 56,8 Mio. Euro (Vorjahr: 71,1 Mio. Euro); die Ergebnis-Marge belief sich auf 9,3 Prozent (Vorjahr: 11,4 Prozent). Der Jahresüberschuss wurde unter anderem durch Sonderaufwendungen für Währungssicherungsgeschäfte beeinflusst und lag bei 12,4 Mio. Euro nach 27,0 Mio. im Vorjahr.

Die Biotechnologie-Sparte des Konzerns erzielte einen Umsatz von 366,0 Mio. Euro, der damit auf Basis konstanter Wechselkurse in etwa auf dem Niveau des Vorjahres lag (+0,2 Prozent). Die Sparte erhielt im Jahresverlauf Aufträge im Wert von 367,1 Mio. Euro, ein Plus von wechselkursbereinigt 3,0 Prozent. Während die Bestellungen in Nordamerika aufgrund der Marktsituation rückläufig waren, kamen aus Europa und Asien positive Impulse. Das operatives Ergebnis von Sartorius Stedim Biotech betrug 39,7 Mio. Euro (Vorjahr: 49,7 Mio. Euro). Dabei lieferte das Geschäft mit Einwegprodukten den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag. Mit einer Ergebnis-Marge von 10,9 Prozent bewegte sich die Profitabilität der Biotechnologie-Sparte weiterhin auf solidem Niveau (Vorjahr: 13,2 Prozent). Die im Vergleich zum Vorjahr schwächere Marge resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzrückgang in Nordamerika sowie aus negativen Währungseinflüssen.

Die Sartorius AG hat ihren Anteil an der Sartorius Stedim Biotech um rund 1,5 Prozentpunkte aufgestockt und hält nun rund 71,1 Prozent der Anteile und rund 74,2 Prozent der Stimmrechte.

Die Sparte Mechatronics verzeichnete sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz in den ersten drei Quartalen Zuwächse von mehr als 5 Prozent (wechselkursbereinigt). Im November und Dezember gingen die Aufträge jedoch infolge des weltweiten Konjunktureinbruchs signifikant zurück. Während des gesamten Geschäftsjahres positiv entwickelte sich hingegen das Servicegeschäft. Im Gesamtjahr lag der Auftragseingang mit 242,7 Mio. Euro wechselkursbereinigt um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz erhöhte sich wechselkursbereinigt um 1,8 Prozent und lag bei 245,6 Mio. Euro. Das operative Ergebnis der Sparte verringerte sich von 21,3 Mio. auf 17,1 Mio. Euro; die entsprechende EBITA-Marge lag zum Jahresende bei 7,0 Prozent nach 8,6 im Vorjahr.

Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen rechnet die Unternehmensleitung für die Mechatronik mit einem Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Dementsprechend hat der Konzern seit Beginn des Jahres umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen in dieser Sparte eingeleitet. Die Biotechnologie-Sparte hingegen sei als Pharmazulieferer nach bisherigen Erfahrungen von allgemeinen Konjunkturentwicklungen unabhängig. Daher plant die Unternehmensleitung für diese Sparte mit Wachstum, hält angesichts der weltweiten Rezession und der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung allerdings eine verlässliche Prognose nicht für möglich.

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