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Sartorius: Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um 4,5 Prozent gestiegen

24.07.2013 Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius, Göttingen, hat das erste Halbjahr 2013 mit deutlichen Zuwächsen bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Besonders erfolgreich entwickelte sich die größte Sparte des Unternehmens, Bioprocess Solutions, die vor allem auf Einwegprodukte für die Medikamentenherstellung spezialisiert ist.

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Sartorius: Umsatz im ersten Halbjahr 2013 um 4,5 Prozent gestiegen

Zur guten Geschäftsentwicklung bei Sartorius im 1. Halbjahr 2013 trug vor allem die Sparte Bioprocess Solutions bei. Im Bild: Zellkultivierung im biopharmazeutischen Prozess (Bild: Sartorius)

In den Sparten Lab Products & Services und Industrial Weighing zog das Geschäft nach einem relativ schwachen Jahresauftakt im 2. Quartal wieder an. Auf Basis der Geschäftsergebnisse der ersten sechs Monate bestätigte und konkretisierte das Unternehmen die Ziele für das Gesamtjahr.

Sartorius erhöhte seinen Auftragseingang im ersten Halbjahr 2013 gegenüber der Vorjahresperiode um 5,5 % auf 458,1 Mio. Euro (währungsbereinigt, wb +7,0 %). Der Konzernumsatz stieg um 4,5 % (wb +6,1%) auf 441,3 Mio. Euro.

Zur guten Geschäftsentwicklung trug vor allem die Sparte Bioprocess Solutions bei. Ihr Auftragseingang legte sehr deutlich um 14,5 % (wb +15,9 %) auf 278,7 Mio. Euro zu. Dieser Anstieg war einerseits auf die starke Nachfrage nach Einwegprodukten für die Biopharmaproduktion zurückzuführen, zum anderen wirkten sich vor allem im ersten Quartal Sonderimpulse in Form von größeren Aufträgen für Equipment positiv aus. Auch der Umsatz der Sparte stieg trotz der starken Vergleichsbasis des Vorjahres signifikant um 7,8 % (wb +9,2 %) auf 255,9 Mio. Euro.

In der Laborsparte Lab Products & Services lag der Auftragseingang bedingt durch das Auslaufen von nicht-strategischen Produktlinien und einer temporär schwächeren Nachfrage in einigen Märkten mit 130,4 Mio. Euro um 6,6 % (wb -5,0 %) unter dem Wert des Vorjahres. Dabei war im Verlauf des 2. Quartals eine spürbare Belebung der Nachfrage zu verzeichnen. Der Umsatz der Sparte erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 1,9 % (wb +3,6 %) auf 135,4 Mio. Euro, wobei alle Produktbereiche zu diesem Wachstum beitrugen.

In der kleinsten Konzernsparte Industrial Weighing lagen Auftragseingang mit 49,0 Mio. Euro (-4,1 %; wb -2,2 %) und Umsatz mit 49,9 Mio. Euro (-3,6 %; wb -1,6 %) jeweils leicht unter den Werten des Vorjahres, wobei auch in dieser Sparte das Geschäft im Verlauf des 2. Quartals anzog.

Mit Blick auf die Regionen verzeichnete Sartorius mit einem Plus von 8,7 % das größte Umsatzwachstum in Asien, gefolgt von Europa, das um 8,1 % zulegen konnte. Der Umsatz in Nordamerika lag mit -3,2 % erwartungsgemäß noch unter dem sehr starken Vorjahreswert, der Auftragseingang stieg jedoch auch in dieser Region signifikant (alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Überproportionale Gewinnsteigerung
Der Sartorius Konzern konnte seine Profitabilität im ersten Halbjahr 2013 weiter deutlich ausbauen. So erhöhte sich das operative Ebitda (um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation) um 11,8 % auf 84,8 Mio. Euro, die entsprechende Marge stieg von 18,0 % auf 19,2 %. Inklusive von Sondereffekten in Höhe von -3,2 Mio. Euro (Vorjahr: -7,1 Mio. Euro) und Abschreibungen erhöhte sich das Ebit des Konzerns von 49,2 Mio. Euro auf 59,1 Mio. Euro.

Verkauf der Sparte Industrial Weighing verschoben
Das Unternehmen meldete bereits Anfang Juli, dass es den geplanten Verkauf seiner Sparte Industrial Weighing bis auf weiteres verschoben habe. „Das Investoreninteresse an dieser Aktivität ist groß, aber derzeit ist ein Verkaufspreis, der dem Wert dieser Sparte entspricht, nicht erzielbar“, begründete Vorstandschef Joachim Kreuzburg die Entscheidung. „An unseren langfristigen Plänen für die Industriewägetechnik ändert sich nichts.“Sartorius hatte Anfang 2012 beschlossen, die kleinste seiner drei Konzernsparten, die 2012 einen Umsatz von 102,7 Mio. Euro erzielte, im Zuge der Konzentration auf die beiden Kerngeschäfte Labor und Bioprozess mittelfristig zu veräußern.

(dw)

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