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Sartorius zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2012

13.03.2013 Sartorius, Göttingen, hat das Jahr 2012 mit zweistelligem Umsatzwachstum auf 845,7 Mio. Euro abgeschlossen und seinen Ertrag um gut 20 % auf 135,0 Mio. Euro gesteigert. Zur positiven Geschäftsentwicklung trugen alle drei Sparten bei, insbesondere die Sparte Bioprocess Solutions, die für gut die Hälfte des Konzernumsatzes steht.

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Sartorius zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2012

Dr. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius, auf der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2012 im März 2013 (Bild: Sartorius)

Auf der Bilanzpressekonferenz des Labor- und Pharmazulieferers hat  Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg gesagt: „2012 markiert das erste volle Jahr der Umsetzung unserer Wachstumsinitiativen, die wir im Rahmen unserer langfristigen Strategie ‚Sartorius 2020‘ verfolgen. Konkret haben wir 2012 unsere neue Spartenstruktur implementiert, Produktionskapazitäten substanziell erweitert, ein neues, standardisiertes und ausbaufähiges ERP-System in Betrieb genommen, erheblich in den Ausbau des Vertriebs in Nordamerika und Asien investiert und unser Produktportfolio durch Zukäufe und Kooperationen weiter gestärkt. Was unsere Teams weltweit im letzten Jahr hier parallel geleistet haben, finde ich sehr bemerkenswert.“

Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz in Höhe von 845,7 Mio. Euro (Vorjahr: 733,1 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 15,4 % (währungsbereinigt, wb +11,7 %). Zu dieser Umsatzsteigerung steuerte das zum Jahresende 2011 übernommene Biohit-Pipettengeschäft etwa 6 Prozentpunkte bei. Ähnlich deutlich fiel das Plus beim Auftragseingang aus. Dieser erhöhte sich um 15,7 % (wb +12,0 %) auf 866,8 Mio. Euro.

Zur positiven Geschäftsentwicklung trugen alle drei Sparten bei. Die Sparte Bioprocess Solutions, die für gut die Hälfte des Konzernumsatzes steht, knüpfte mit einem kräftigen organischen Umsatzwachstum von 15,6 % (wb +11,8 %) auf 474,2 Mio. Euro und einer Steigerung des Auftragseingangs um 11,0 % (wb +7,3 %) auf 479,5 Mio. Euro an das erfolgreiche Vorjahr an. Besonders stark nachgefragt waren Einwegprodukte für die biopharmazeutische Produktion, aber auch das Equipment-Geschäft mit biotechnologischen Produktionsanlagen verzeichnete aufgrund guter Nachfrage vor allem aus Nordamerika solides Wachstum.

Die Sparte Lab Products & Services, Anbieter von Laborinstrumenten und Laborverbrauchsmaterial, verzeichnete ein Umsatzplus von 21,1 % (wb +17,1 %) auf 268,9 Mio. Euro. Noch etwas stärker stieg der Auftragseingang: Dieser erhöhte sich um 30,5 % auf 282,0 Mio. Euro (wb +26,2 %). Zu diesem Wachstum trug der erstmalige Einbezug des Biohit-Pipettengeschäfts wechselkursbereinigt rund 19,0 Prozentpunkte bei.

Die kleinste Konzernsparte, Industrial Weighing, entwickelte sich erwartungsgemäß stabil. Ihr Umsatz von 102,7 Mio. Euro erreichte das gute Niveau des Vorjahres (+1,8 %, wb -0,2 %). Der Auftragseingang legte um 3,9 % (wb +1,9 %) auf 105,4 Mio. Euro zu.

Regional entwickelte sich Sartorius in Nordamerika mit einem Umsatzplus von 18,9 % mit der größten Dynamik. Treiber war eine sehr gute Geschäftsentwicklung sowohl im Labor- als auch im Bioprozess-Geschäft. Auch in Asien wuchs das Geschäft mit 13,0 % zweistellig. In Europa legte Sartorius in einem insgesamt schwächeren konjunkturellen Umfeld mit 8,6 % zu (alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Trotz der planmäßigen hohen Investitionen in neue Produktionskapazitäten und des Ausbaus der Vertriebsstrukturen konnte Sartorius seine Profitabilität im Berichtsjahr weiter steigern. Auf Basis des dynamischen Umsatzwachstums erhöhte sich das operative Konzernergebnis (operatives Ebita um 20,3 % auf 135,0 Mio. Euro (Vorjahr: 112,2 Mio. Euro). Die entsprechende Marge erreichte 16,0 % nach 15,3 % im Vorjahr und markiert damit einen neuen Höchstwert. Zur positiven Gewinnentwicklung hat neben der Volumenentwicklung auch das günstige Währungsumfeld im Berichtsjahr beigetragen.

Mit Blick auf die Sparten hat insbesondere Bioprocess Solutions seinen operativen Gewinn mit einer Wachstumsrate von 22,9 % auf 88,0 Mio. Euro (Vorjahr: 71,6 Mio. Euro) deutlich ausgebaut. Die Lab Products & Services-Sparte verbuchte ein operatives Ergebnis von 36,9 Mio. Euro (Vorjahr: 30,7 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 20,1 %. Die Sparte Industrial Weighing erzielte ein Ergebnis von 10,1 Mio. Euro nach 9,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Inklusive von Sondereffekten in Höhe von -13,9 Mio. Euro (Vorjahr: -11,3 Mio. Euro), die vor allem im Zusammenhang mit dem Transfer der Bag-Produktion von Kalifornien nach Puerto Rico, der Biohit-Integration und weiteren Konzernprojekten standen, beläuft sich das Ebita des Konzerns auf 121,1 Mio. Euro (Vorjahr: 100,9 Mio. Euro).

Der maßgebliche Konzernnettogewinn lag bei 63,0 Mio. Euro nach 52,8 Mio. Euro im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2012 hat das Unternehmen für Forschung & Entwicklung 48,1 Mio. Euro aufgewendet, ein Plus von 8,6 % (Vorjahr: 44,3 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund des starken Wachstums hat Sartorius 2012 substanziell in die Erweiterung seiner Produktionskapazitäten investiert. Die Investitionen lagen bei 74,2 Mio. Euro nach 51,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Zum 31.12.2012 waren im Sartorius Konzern 5.491 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 604 Personen oder 12,4 % mehr als im Vorjahr. Wesentlicher Grund für den Anstieg war neben dem dynamischen Wachstum der Einbezug von rund 400 Mitarbeitern, die durch den Zukauf von Biohit Liquid Handling hinzugekommen sind. 2011 hätte die Mitarbeiterzahl inklusive dieser Akquisition 5.299 betragen.

Ausblick auf das Jahr 2013
Für 2013 rechnet Sartorius mit einer Umsatzsteigerung in Höhe von wechselkursbereinigt etwa 6 % bis 9 % und einer Erhöhung der operativen Gewinnmarge auf etwa 16,5 %. „Neben weiteren Schritten bei Umsatz und Ertrag werden wir uns in den kommenden Monaten insbesondere darauf konzentrieren, unsere Wachstumsinitiativen weiter voranzutreiben. Vor allem für Nordamerika und ausgewählte Länder Asiens haben wir uns viel vorgenommen und zielen dort auch für das laufende Jahr auf zweistelliges Umsatzwachstum“, so Kreuzburg. Das Unternehmen erwartet 2013 einen Anstieg des Umsatzes auf Basis konstanter Wechselkurse in Höhe von etwa 6 % bis 9 %. Dabei soll sich die Profitabilität erneut erhöhen. Auf Konzernebene wird ohne Berücksichtigung möglicher Wechselkurseffekte mit einer Steigerung der operativen Ebita-Marge auf etwa 16,5% gerechnet.

Mit Blick auf die drei Sparten erwartet die Unternehmensleitung für Bioprocess Solutions einen Umsatzzuwachs von etwa 9 % bis 12 %. Dazu soll die im Dezember 2012 geschlossene Kooperation mit dem Schweizer Life Science-Konzern Lonza im Bereich Zellkulturmedien etwa 3 bis 4 Prozentpunkte beitragen. Für die Sparte Lab Products & Services rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von etwa 3 % bis 6 %. Die Sparte Industrial Weighing plant mit einer Umsatzsteigerung von etwa 0 % bis 3 %.

(dw)

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