Neue Konstruktion ermöglicht pulsationsfreie Kleinstmengendosierung

Sauber Dosieren

15.05.2007

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Kleine Schüttgutmengen im Bereich von weniger als einem Kilo pro Stunde zu fördern, ist in der Praxis nicht einfach. „Herkömmliche Schneckenförderer erzeugen auf Grund ihres Prinzips pulsierende Ströme und sind häufig ungenau“, weiß Dirk Leister, Key Industry Manager Pharma bei Schenck Process, zu berichten. Leister: „Die Forderung nach einer reproduzierbaren Produktqualität führt zu dem Wunsch nach einer steigenden Genauigkeit bei der Kleinstmengendosierung.“ Dazu kommen in der Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie, aber auch in der Feinchemie, steigende Anforderungen an die Reinigbarkeit und Hygiene der Geräte. Und da der Trend in der Pharmaindustrie zu hochpotenten Wirkstoffen geht, müssen die eingesetzten Geräte hermetisch dicht sein und auch ohne Gefährdung des Personals demontiert und gereinigt werden können.

Da sich diese Forderungen nur schwer mit herkömmlichen Differentialdosierwaagen oder Schneckendosierern erfüllen lassen, hat Schenck Process mit dem Kleinstmengendosierer PureFeed DP einen anderen Weg eingeschlagen: Das Gerät, das sich insbesondere zur kontinuierlichen, gravimetrischen Kleinstmengendosierung von Pulvern mit manueller Nachfüllung eignet, basiert auf einer drehzahlgeregelten keramischen Räumscheibe, die am Boden eines zylindrischen Behälters rotiert und als Austragorgan wirkt.
Sie ermöglicht die punktgenaue Dosierung kleiner Mengen von 20Gramm bis zu 2Kilogramm pro Stunde und trennt den Materialvorrat von der Austrittöffnung, verhindert ein unkontrolliertes Ausfließen und beugt einer Verdichtung des bereits eingezogenen Schüttgutes vor. Der störkraftarme Lauf der bewegten Teile, das pulsationsfreie Austragprinzip und der große Einstellbereich ermöglichen eine präzise, gravimetrische Dosierung, insbesondere von Kleinstmengen, ohne Austausch des Austragorgans.
Wartung, Reinigung und Demontage sind ausgesprochen benutzerfreundlich. Die produktberührten Komponenten aus Edelstahl sind elektropoliert, Räum- und Bodenscheibe sind aus hochwertiger Keramik. Der Werkstoff ist beständig gegen Verschleiß, aggressive Reinigungsmittel und hohe Temperaturen. Alle Anschlussstutzen sind mit Clamp-Verschlüssen ausgestattet. Die Dosiereinheit ist zum Transport staubdicht verschließbar. Auf der Powtech zeigte der Hersteller eine Anordnung, die in einer hermetisch dichten Glove Box untergebracht ist und die vom Personal ohne zusätzliche Personenschutzausrüstung bedient werden kann.
Typische Einsatzgebiete des PureFeed DP sind die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie zur Beschickung von Mühlen, Mischern, Extrudern und Reaktoren sowie in Versuchs- und Laboranlagen.

Kernkompetenz Schneckendosierer für Leistungen bis 150 kg/h erweitert

Neben den Kleinstmengendosierern hat der Hersteller sein Programm auch um Geräte für den Leistungsbereich von 500g bis 150kg pro Stunde erweitert. Der Schneckendosierer PureFeed AP erfüllt ebenfalls Anforderungen an ein hygienegerechtes Design und eignet sich zum gravimetrischen oder volumetrischen Dosieren von Pulvern und Granulaten. Er wird insbesondere in der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie bei der Beschickung von Mühlen, Mischern, Extrudern und Reaktoren eingesetzt.

Der Dosierer zeichnet sich durch einen produktschonenden Austrag aus, der durch externes Walken des flexiblen Behältertroges erreicht wird und so für ein optimales Fließverhalten des Schüttgutes sorgt. Eindringtiefe und Frequenz lassen sich bequem auf die jeweiligen Produktanforderungen einstellen. Die Förderschnecke steht in unterschiedlichen Geometrien zur Verfügung, die ganz einfach an die Applikation angepasst werden können und auch schwierigen Dosieraufgaben gerecht werden: Die Schneckengeometrie Wire Helix trägt dazu bei, Pulsation bei kleinen Förderleistungen zu reduzieren. Aufsatzbehälter sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, auch eine Schneckenrohrverlängerung ist lieferbar.

Wie die PureFeed DP-Dosierer sind auch die AP-Geräte einfach zu reinigen. Die produktberührten Komponenten aus Edelstahl sind elektropoliert, der flexible Behältertrog ist aus FDA zugelassenem EPDM gefertigt. Dieser ist als Einwegkomponente konzipiert, um den Reinigungsaufwand und die Notwendigkeit eines Swab-Testes zu minimieren. Alle Anschlussstutzen des Dosierers sind mit Clamp-Verschlüssen ausgestattet. Die Einzelteile lassen sich leicht demontieren und reinigen, die Dosiereinheit ist zum Transport staubdicht verschließbar.

„Die Forderung nach einer reproduzierbaren Produktqualität führt zu dem Wunsch nach einer steigenden Genauigkeit bei der Kleinstmengendosierung“
Dirk Leister ist Key Industry Manager Pharma bei Schenck Process

Heftausgabe: Mai 2007

Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion
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