Plug 'n-Pack-Konzept für die Nahrungsmittelindustrie

Sauber und geräuscharm

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02.05.2011 Das Plug 'n Pack-Konzept Integra wird in nahezu allen Industriebereichen erfolgreich für das Aufstecken, Füllen und Verschließen von Ventilsäcken eingesetzt. Nun wird die speziell auf die Belange der Nahrungsmittelindustrie zugeschnittene Maschinenausführung vorgestellt.

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Entscheider-Facts Für Anwender


  • Das vervollständigte Integra-Konzept dient zum Aufstecken, Füllen und Verschließen von Ventilsäcken.
  • Durch das Abfüllen der Produkte in Ventilsäcke erlangt der Anwender wesentliche Vorteile. Denn: Der Ventilsack ist einfach und sauber zu handhaben. Er bietet neben guten Sackgewichten und kompakten Sack- bzw. Palettenformen einen sicheren und vor allem rieseldichten Sackverschluss.
  • Das Verpackungsumfeld bleibt sauber. Der Reinigungsaufwand reduziert sich. Die damit verbundenen Kosteneinsparungen sind beträchtlich.
  • Darüber hinaus lassen sich sehr hohe Maschinenleistungen mit nur einer Maschine erreichen.
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Abfüllen von Kakaopulver in Ventilsäcke mit Integra FD (Bild: Behn+Bates)

In der modernen Nahrungsmittelindustrie beherrschen Schlagwörter, wie Explosionsschutz, GMP- und HACCP-Standards, das Tagesgeschäft. Diese Standards in die Praxis umgesetzt bedeutet zum Beispiel, dass es zu keinen chemischen Reaktionen zwischen Werkstoff, Produkt und Reinigungsmitteln kommen darf. Flüssigkeits-, Schmutz- und Schädlingsansammlungen sind zu vermeiden. Für eine problemlose Reinigung sorgen glatte, kratz- und porenfreie Oberflächen.

Kein Produktstaub im Maschinengehäuse

Gerade auf die Berücksichtigung dieser speziellen Aspekte wurde bei der Entwicklung des Integra FD-Konzepts besonderen Wert gelegt: Die Maschinenprofile sind geschlossen, die Maschinenecken abgedichtet; für die einfache Reinigung sind alle Maschinenkomponenten von oben abgehängt. Der glatt und geschlossen ausgeführte Maschinenboden ist ebenso leicht zugänglich wie die Produktwege. Die Verlegung aller Versorgungsleitungen erfolgt außerhalb des kritischen Staubbereiches in Gitterkabelkanälen. Darüber hinaus sorgt eine spezielle Blähmanschette für die extrem staub-arme Sackbefüllung. Sie bläht sich während der Füllung auf und dichtet die Füllöffnung komplett ab, so dass keine Produktstäube austreten und sich im Maschinengehäuse ansammeln können.

Das Konzept ist ein ausgereiftes Maschinendesign für das Befüllen von Ventilsäcken nach dem Luft- oder Turbinenfüllsystem. Für einen sauberen und geräuscharmen Füllbetrieb vereint es neben der Aufsteck-, Füll- und Verschließtechnik neuerdings auch das Leersackmagazin in einer kompakten, staubdichten Kabine.
Das Turbinenfüllsystem wird immer dann eingesetzt, wenn ausschließlich feinpulverige bzw. feinkörnige Produkte zur Abfüllung kommen, wie zum Beispiel Weizenmehl, Kakaopulver oder Maisstärke. Die Produktabfüllung erfolgt über ein produktspezifisch ausgelegtes Turbinenrad, das für einen hohen Fülldruck sorgt. Somit muss für einen guten Produktfluss nur ein Minimum an Luft zugesetzt werden, um Verblockungen zu vermeiden. Darüber hinaus wird durch den hohen Fülldruck eine gute Produktverdichtung erreicht, und überschüssige Luft entweicht durch die Sackwandungen. Das Ergebnis sind kompakte, formstabile und einfach zu palettierende Säcke.

Keine Aufnahme von Feuchtigkeit

Durch den geringen Luftbedarf lassen sich mit dem Turbinenpacker neben allen gängigen Ventilsackarten vor allem auch hermetisch dichte und schwer zu entlüfttende Säcke aus PE gut verarbeiten, die zunehmend von Produzenten und Endverbrauchern gefordert werden. Denn so können sie sicherstellen, dass das abgefüllte Produkt keine Feuchtigkeit aufnimmt und sich die Lagerzeit der Fertigprodukte verlängert.

Zum Integra FD gehört auch der Frontline-Aufsteckautomat, der die leeren aus Papier oder PE gefertigten Ventilsäcke aus dem Leersackmagazin entnimmt und in einer linearen Bewegung auf den Füllstutzen des Turbinenpackers aufsteckt. Das zugehörige Senkrecht-Leersackmagazin ist im Maschinengehäuse der Anlage integriert. Dadurch werden die Staubablagerungsflächen abermals reduziert und die Sauberkeit im Abfüllbereich erhöht. Trotzdem ist das Magazin durch großflächige Türen gut zugänglich und kann vom Bedienpersonal einfach während des laufenden Betriebs aufgefüllt werden.
In dem Integra FD erfolgt das Verschließen direkt nach dem Befüllen mithilfe von Ultraschall. Die hierfür benötigte Verschließstation ist oberhalb des Füllstutzens angeordnet, so dass der befüllte Sack lediglich vom Füllstutzen abgezogen werden muss, um dann sofort ohne jeglichen weiteren Zwischentransport hermetisch dicht verschlossen zu werden. So ist gewährleistet, dass nicht nur die Abfülleinheit sauber bleibt, sondern auch alle weiteren Anlagenkomponenten, wie etwa Förderbänder und Palettieranlagen. Verschleiß und aufwendige Wartungsarbeiten werden beträchtlich reduziert.

Sauberkeit steht immer wieder im Vordergrund

Neben einem optimalen Produktschutz und einer ansprechenden Produktpräsentation spielt bei der Nahrungsmittelabfüllung vor allem die hygienische Verpackung eine entscheidende Rolle. Metallteilchen in einem befüllen Nahrungsmittelsack sind ein Risiko und daher nach Möglichkeit auszuschließen. Aus diesem Grund wird die Anlage zusätzlich mit einem Metalldetektor ausgerüstet, der im Füllkanal des Turbinenpackers integriert ist. Wenn Metallteile im abzufüllenden Produkt erkannt werden, ertönt ein Warnsignal, und der Füllvorgang für den betreffenden Sack wird beendet. Je nach Projektgegebenheiten kann das Ausschleusen des kontaminierten Sacks auch automatisch erfolgen.

Darüber hinaus kann ein Etikettierer direkt in der Füllmaschine integriert werden, um Produkt- und Herstellungsdaten sauber und individuelle auf jeden einzelnen Sack aufzubringen. Das zu applizierende Etikett wird mit den gewünschten produktrelevanten Daten einschließlich Barcode direkt von einem Drucker beschriftet oder als vorgedrucktes Element auf den Ventilsackboden des Leersackes – also vor dem Befüllen – aufgebracht. Für den Anwender hat diese Vorgehensweise den Vorteil, dass das Etikett immer präzise und maßgenau an derselben Stelle des Sackes aufgebracht wird. Darüber hinaus wird im Gegensatz zu einer Etikettierung des gefüllten Sackes in der weiteren Bandstrecke eine etwaige Staubbelastung der äußeren Sacklage vermieden, die während oder nach dem Befüllen entsteht und die Stabilität des Etikettes beeinträchtigen könnte.

Heftausgabe: Mai 2011
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Gabriele Buß , Marketing Behn+Bates

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Gabriele Buß , Marketing Behn+Bates
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