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Save Food: die Privat-Unternehmen spielen die Schlüsselrolle

20.12.2013 Im Vorfeld des weltweiten Save Food-Kongresses im Mai 2014 haben sich mehr als 150 Vertreter der Initiative aus Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft beim ersten Partnerschafts-Event am 10. und 11. Dezember in Rom getroffen und die bisherige und künftige Zusammenarbeit diskutiert.

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Alle Beteiligten aus Industrie und Landwirtschaft, Verbänden, Initiativen und NGOs sowie dem öffentlichen Sektor haben damit einen weiteren Schritt im gemeinsamen Kampf gegen weltweite Nahrungsmittelverluste und -verschwendung (das Ziel der Initiative) gemacht. Nach der gemeinsamen Eröffnung durch Daniel Gustafson, Deputy Director-General der Welternährungsorganisation FAO, und Bernd Jablonowski, Director der Fachmesse Interpack (Messe Düsseldorf) und der Save Food-Initiative, konnte das Partnerschafts-Event durch den Austausch der Beteiligten aus aller Welt einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Save Food-Netzwerks leisten.

Am Hauptsitz der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, herrschte in den mehr als 20 Vorträgen und dazugehörigen Paneldiskussionen gängiger Konsens über die Bedeutung eines gemeinschaftlichen Ansatzes bei der Lösung dieses Problems, dass alle Bereiche der Lebensmittelkette gleichermaßen betrifft. Die Schlüsselrolle als treibende Kraft kommt hierbei der Privatwirtschaft als Produzent, Verarbeiter und Lieferant für die Konsumenten zu.

Die Bandbreite der Vorträge spiegelte die inhaltliche Vielfalt dieses Themas wider: Während das Thema „Lebensmittelverschwendung“ den ersten Tag der Veranstaltung bestimmte, widmete sich der zweite Tag dem Schwerpunkt „Lebensmittelverluste“. Dabei beleuchteten die Redner mit ihren Beiträgen zur Nahrungsmittelproduktion, Lieferkette, Verbraucheraspekten bis hin zu sozioökonomischen Bezügen und Auswirkungen auf die Umwelt alle Blickwinkel der Nahrungsmittelkette.

„Die Initiative Save Food ist das beste Beispiel dafür, wie man Probleme mit einem ganzheitlichen Ansatz adressiert. Lebensmittelverluste und -verschwendung stehen in Bezug zur gesamten Nahrungsmittelkette. Daher ist es entscheidend, dass die Aktivitäten zur Lösung dieses Problems aus einer großen Anzahl verschiedener Bereiche kommen, damit wir dieses Problem alle gemeinsam angehen können“, erklärt Gustafson.

„Wir sind alle hierhergekommen, um die Verluste in der Nahrungsmittelversorgung einzudämmen. Durch den Einsatz unserer Kühlcontainer ist es uns etwa gelungen, den Transport von Früchten und Gemüse zu optimieren und die Kosten um zwei Drittel zu reduzieren. Und dies ist nur ein Beispiel dafür, wie die Privatwirtschaft in Kombination mit der passenden Expertise vor Ort ihren Beitrag dazu leisten kann“, so Erik Hogh-Sorensen, Head of Communication bei Maersk Container Industry (MCI).

„Das Thema der Initiative Save Food ist für einen Kontinent wie Afrika von entscheidender Bedeutung. Dabei ergibt sich aus der Sicht von Entwicklungsländern die Perspektive, dass wir noch nicht die notwendige Technologie besitzen, um unsere Nahrungsmittel ausreichend erhalten zu können. Daher suchen wir nach Möglichkeiten, um Lösungen hierfür zu finden. Sei es durch Investments, die Unterstützung kleinerer Betriebe oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze“, betont Chukwudike Benson, Präsident der Society Against Poverty and Hunger in Nigeria.

Als nächster Meilenstein auf dem Weg zur Lösung eines der drängendsten Probleme unserer Zeit, findet zur kommenden Interpack 2014 am 7. und 8. Mai der 2. Weltweite Save Food-Kongress statt. Er bringt hochrangige Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in Düsseldorf zum Thema Lebensmittelverluste und -verschwendung zusammen, um die Weichen für die Zukunft in diesem gemeinsamen Anliegen zu stellen.

Save Food ist eine gemeinsame Initiative der Messe Düsseldorf und der FAO, die seit Anfang 2013 auch vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) unterstützt wird. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, konkrete Lösungsansätze zur Reduktion internationaler Lebensmittelverluste und -verschwendung aufzuzeigen, indem sie die Stärken und Expertise Ihrer Mitglieder aus Industrie und öffentlichen Organisationen bündelt. Dabei wird die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette vom Produzenten über Logistik, Handel bis hin zum Verbraucher einbezogen. Als internationale Leitmesse für die Verpackungsbranche und die verwandte Prozessindustrie übernimmt die Interpack der Messe Düsseldorf dabei eine führende Rolle. Die Messe Düsseldorf bringt insbesondere die Kompetenz ihrer internationalen Kontakte aus Wirtschaft und Verbänden ein.

(dw)

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