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Save Food-Initiative begrüßt Nestlé als 100. Partner aus der Industrie

05.12.2013 Immer mehr Unternehmen und Organisationen unterstützen die Initiative Save Food, die sich dem Kampf gegen weltweite Nahrungsmittelverluste und -verschwendung verschrieben hat. Mit Nestlé ist nun der größte Lebensmittelkonzern der Welt beigetreten.

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Mit Nestlé ist der größte Lebensmittelkonzern der Welt der Save Food-Initiative gegen weltweite Nahrungsmittelverluste und -verschwendung beigetreten (Bild: Kzenon-Fotolia)

Damit arbeiten bereits 100 Industrieunternehmen, Verbände und Medien mit der Initiative, einer Kooperation der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Messe Düsseldorf, zusammen. Die breite Allianz deckt inzwischen weite Teile der Nahrungsmittel-Wertschöpfungskette ab.

Dr. Anne Roulin, Global R&D Sustainability Manager bei Nestlé sagte zum Beitritt des Unternehmens: „Mit Blick auf das Ziel, bis zum Jahr 2050 etwa 9,6 Milliarden Menschen ernähren zu können, ist die Reduktion von Nahrungsmittelverlusten und -verschwendung ein wichtiger Schritt. Wir freuen uns, der Save Food-Initiative beizutreten, denn das komplexe Problem von Lebensmittelverlust und -verschwendung lässt sich nur durch einen ganzheitlichen und gemeinschaftlichen Ansatz lösen. Nestlé ist fest entschlossen, Nahrungsmittelverluste und -verschwendung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – von der Landwirtschaft bis zum Konsumenten – und darüber hinaus weiter zu verringern.“

Zahl des Monats: 990 Mrd. US-Dollar
990 Mrd. US-Dollar beträgt der Wert des globalen Lebensmittelverlusts und der Lebensmittelverschwendung. Dies entspricht in etwa dem siebenfachen des Betrages, der 2011/2012 weltweit für Entwicklungshilfe ausgegeben wurde – rund 134 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Der Staatshaushalt von Belgien lag 2012 bei knapp 266 Mrd. US-Dollar.

In den industrialisierten Ländern lässt sich die Summe, die durch Nahrungsmittelverschwendung, also durch weggeworfene, noch genießbare Nahrungsmittel verloren geht, auf etwa 680 Mrd. US-Dollar beziffern. In den Entwicklungsländern beträgt der Wert des Nahrungsmittelverlusts ungefähr 310 Mrd. US-Dollar. In Deutschland werden pro Jahr etwa 80 kg Nahrungsmittel pro Kopf weggeworfen – der Wert der zusammengerechnet 6,6 Mio. t für das ganze Land liegt bei schätzungsweise 25 Mrd. Euro.

Die Zahlen zeigen, dass der Nahrungsmittelbedarf der wachsenden Weltbevölkerung nicht zwangsweise einhergehen muss mit einer entsprechenden Mehrproduktion – und widerlegen damit in gewisser Hinsicht die Annahme des Club of Rome: Dieser geht davon aus, dass sich der weltweite Bedarf bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts verdoppeln wird – und dass die entsprechende Produktion die Ressourcen der Erde bereits zu diesem Zeitpunkt überstrapazieren wird.

(dw)

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