Ziel zu 100 % erreicht

Schritt für Schritt – Easy Automation bei Allos

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02.11.2011 Die Aufgabenstellung von Allos bestand in der Konzeptionierung und dem Bau einer Palettierzelle, die genau auf die Bedürfnisse der Fruchtaufstrichproduktion abgestimmt sein musste. Die Fertigung der Zelle wurde von Allos konzipiert und durch ein kompetentes, lokales Metallbauunternehmen gefertigt.

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Entscheider-Facts Für Anwender

  • Allos automatisiert sinnvoll Teilbereiche ihrer Fertigung und erreicht somit auf einfachem Wege Prozesssicherheit und gleichbleibend hohe Leistung.
  • Die Basis der Palettierzelle besteht aus einem offenen Edelstahlrahmen und einem zentral angeordneten Roboter vom Typ FD050N, der speziell für den Palettierprozess entwickelt wurde.
  • Maßgabe war unter anderem, den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten, um die Bedienung der Anlage nicht zu verkomplizieren.
  • Ein manueller Wechsel der Paletten kann von den Produktionsmitarbeitern auf einfachste Weise durchgeführt werden.

Das Unternehmen Allos als Bio-Pionier produziert seit nunmehr über 35 Jahren hochwertige Bioprodukte wie Honig, Müsli oder Fruchtschnitten. Das reichhaltige Sortiment wurde im Laufe der Jahre Schritt für Schritt erweitert und abgerundet. Nachhaltigkeit ist hier das Stichwort und  in gleicher Weise wird bei Allos auch über die Perfektionierung der Produktion nachgedacht. Allos automatisiert sinnvoll Teilbereiche ihrer Fertigung und erreicht somit auf einfachem Wege Prozesssicherheit und gleichbleibend hohe Leistung.

Aufgabenstellung klar umrissen
Unsere Beratungsleistung ist die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Auch wenn wir keine fertigen Applikationen liefern, so sind wir doch in der Lage, einem kompetenten Kunden mit entscheidender Beratung zur Seite zu stehen und natürlich auch bei der Durchführung des Projekts, zum Beispiel bei der Programmierung des Roboters, jederzeit zu helfen.“, so Johannes Rolf, Vertriebsleiter bei Kawasaki Robotics Deutschland.
Die Aufgabenstellung war von Beginn an klar umrissen und von Felix Brockhage, Teamkoordinator Technik bei Allos, der maßgeblich für die Realisierung verantwortlich war, vorgegeben: „Palettierung von vier verschieden großen Kartons im Naßbereich, gefüllt mit je sechs Fruchtaufstrichgläsern auf Europaletten. In Summe müssen acht verschiedene Produkte sortenrein palettiert werden. Die Zelle muss lebensmitteltauglich konzipiert und einfach zu reinigen sein. Eine manuelle Palettierung der Gesamtanlage muss weiterhin gewährleistet werden. Der vorgegebene Amortisierungszeitraum beträgt zwei Jahre.“
Fruchtaufstrich wird gekocht und in 250-ml-Gläser abgefüllt. Nach dem Passieren einer Abkühlstrecke werden die Gläser etikettiert und von einem Setzpacker in Kartons umgesetzt. Eine anschließende Kontrollwägung verhindert die Auslieferung von falsch befüllten Gläsern und gibt gleichzeitig ein Signal zur Prozesskontrolle. Fehlerhafte Füllungen werden hier automatisch ausgeschleust. Die korrekt befüllten Kartons werden verschlossen, bedruckt und mit einem Scanner auf Druckfehler überprüft. Fehlerhaft bedruckte Kartons werden nunmehr direkt an der Palettierung vorbei gefördert und ausgeschleust. Das Förderband in der Palettierzelle schaltet hierzu einen Stopper auf Durchfahrt, der Roboter bekommt ein Haltesignal so dass der Karton selbst, am Roboter vorbei, ausgeschleust wird. Gleiches gilt bei Sonderpaletten oder Anlagenstillstand zu Wartungszwecken. In diesem Fall wird dasselbe Signal geschaltet und der Stopper auf Durchfahrt geschaltet, so dass am Anlagenende auf einen dritten Palettierplatz manuell palettiert werden kann.

Bedienung nicht verkompliziert
Die Basis der Palettierzelle besteht aus einem von Allos selbst konzipierten offenen Edelstahlrahmen und einem zentral angeordneten Roboter vom Typ FD050N, der speziell für den Palettierprozess entwickelt wurde. Der robuste Roboter palettiert auf zwei Europaletten. Die Anordnung der einzelnen Komponenten, wie Roboter, Band und Paletten sowie die Roboterauswahl, wurde gemeinsam mit dem Hersteller erarbeitet. Eine Maßgabe war es, so Felix Brockhage, „den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten, um die Bedienung der Anlage nicht zu verkomplizieren. Ein manueller Wechsel der Paletten kann von den Produktionsmitarbeitern auf einfachste Weise durchgeführt werden.“
 Sobald beide Paletten befüllt sind, werden diese gleichzeitig manuell gewechselt. Die in der Anlage vorgesehene Staustrecke nimmt die in dieser Zeit produzierten Kartons auf. Dies geschieht – je nach palettiertem Produkt – alle 15 bis 20 min.
Die unterschiedlichen Produkte werden nach Bedarf in fünf bis neun Lagen á 36 Kartons oder acht Lagen á 26 Kartons palettiert. Die hierzu notwendigen Palettenmuster sind als Variablen im Roboterprogramm hinterlegt und können nach Bedarf abgerufen werden.
Die Palettieranlage wird zur Zeit mit einer Leistung von rund 40 bis 60 % betrieben. Genug Reserve, um über die Anbindung einer zweiten Abfüllanlage nachzudenken. Mit der derzeitigen Greiftechnik ist eine Steigerung allerdings nur bis etwa 70% machbar. Die Änderung der Greiftechnik ist jedoch im Bedarfsfall problemlos möglich, so dass sich eine weitaus höhere Taktzeit erreichen lässt.
Das Ergebnis dieses Projekts ist eine Palettierzelle, die so einfach wie möglich die Ansprüche von Allos erfüllt. Hier zeigt sich eindeutig, dass Automatisierung weder teuer noch kompliziert sein muss. Ein wichtiges Nadelöhr der Produktion wurde geöffnet und die Leistungsfähigkeit von Allos nachhaltig verbessert.

Heftausgabe: November 2011
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Carsten Stumph, Marketing  Manager Kawasaki Robotics

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Carsten Stumph, Marketing Manager Kawasaki Robotics
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