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Schubert-Pharma entwickelt Verpackungsprozess für Pharmazeuten

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11.09.2015 Auf den Partner kommt es an: Für einen geplanten Produktionsstandort in South Carolina war die Nephron Pharmaceuticals Corporation auf der Suche nach einem geeigneten Lieferanten und Dienstleister für eine weitgehend aus einer Hand koordinierte Linien-Abwicklung im Bereich Sekundärverpackung - von der Übernahme der Produkte aus der Abfüllanlage bis zur Palette. Die Wahl fiel auf Schubert-Pharma, das Kompetenzteam für Pharma von Gerhard Schubert und IPS (International Packaging Systems) mit Sitz in Crailsheim.

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Neues Produkt, neuer Prozess
In der Fabrik wollte der Hersteller ein neues Produkt verpacken. Dabei handelt es sich um ein Injektionsmittel, das in einem neuen Flaschentyp abgefüllt wird – statt Polyethylen erstmals aus Polypropylen. Zudem muss der Betreiber die Produkte im Autoklaven sterilisieren – ein weiterer Prozessschritt, der dem Unternehmen noch nicht vertraut war. Schließlich werden die Produkte vor dem Abpacken in Kartons auch noch mit einem Schrumpfsleeve versehen, anstatt durch einen etikettierten Beutel oder ein separates Etikett gekennzeichnet. Das Know-how des gesuchten Partners spielte aus diesen Gründen eine zentrale Rolle. Durch eine Empfehlung des Primärmaschinenlieferanten Kocher Plastik kam es zum Erstkontakt mit dem Team von Schubert-Pharma, das sich in den nachfolgenden Gesprächen schnell als der geeignete Partner herauskristallisierte, um die Funktionalitäten der Linie zu entwickeln und Nephron bei der Umsetzung der einzelnen Prozessschritte zu beraten. Das Unternehmen lieferte dem Pharmazeuten schließlich zwei Verpackungslinien, die sich jeweils aus vier Einzelmaschinen – TLM-Trayloader, TLM-Produktsplitter, TLM-Kartonierer und TLM-Casepacker – zusammensetzen. Sämtliche Funktionselemente basieren auf dem TLM-Modulbaukasten des Maschinenbauers.

Einspeisung der Produkte
Der Verpackungsprozess beginnt nach dem Abfüllvorgang in der Primärmaschine mit der Übernahme der Blow-fill-seal-Blöcke (BFS) in die TLM-Maschine und ihrer Einsortierung in Sterilisationstrays, die auf einer sterilisationsfähigen Palette aufgruppiert werden. Die Bereitstellung der Trays erfolgt durch einen TLM-P4-Depalettier-/Palettierroboter. Die Produkthandhabung übernehmen TLM-F4-Vierachsroboter. Durch ihre universell einsetzbaren Werkzeuge kann der Betreiber auch zukünftige Produktgrößen ohne aufwendige Formatanpassungen verarbeiten. Das Aufgreifen der Produkte durch den Roboter und das Bereitstellen der komplettierten Paletten für die Autoklavierung funktioniert lasergestützt und vollautomatisch, weshalb dieser Prozessschritt wie praktisch der gesamte Verpackungsvorgang keinerlei Bedienung per Hand erfordert.

Heftausgabe: September 2015
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Über den Autor

Stefan Skrzipietz, freier Journalist
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