Markt

Sensorik und Messtechnik-Branche bleibt stabil und optimistisch

04.03.2013 Die Branche der Sensorik und Messtechnik schließt das zurückliegende Jahr mit leichtem Umsatzplus, weiteren Investitionen und steigendem Personalbedarf, meldet der AMA Fachverband für Sensorik (AMA) in Berlin. Der Export ins europäische Ausland zeigt sich als wirtschaftliche Branchenbremse, der Export ins nichteuropäische Ausland zog wieder an.

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Sensorik und Messtechnik 2012: Leichtes Umsatzplus, steigende Investitionen, schwächelnder Export (Bild: AMA Fachverband)

Der AMA-Fachverband befragte seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung des Jahres 2012. Die Branche der Sensorik und Messtechnik blickt auf ein insgesamt stabiles Jahr zurück, verglichen mit den wirtschaftlichen Turbulenzen der vergangenen Jahre.

Das Jahresergebnis weist ein leichtes Umsatzwachstum von 1 % aus, verglichen mit dem Vorjahresergebnis. Insgesamt scheinen sich die Perspektiven der Sensorik und Messtechnik weiter aufzuhellen. Nach den Erwartungen für das Jahr 2013 gefragt, setzten die AMA-Mitglieder auf ein Umsatzwachstum von gut 4 %.

Der Arbeitsmarkt der Branche spiegelt diese Zuversicht bereits wider. Im Jahr 2012 wurden fast 3 % mehr Personal von den Mitgliedsunternehmen eingestellt und für das laufende Jahr wird weiterer Bedarf prognostiziert. Kurzarbeit war im vergangenen Jahr in der Sensorik und Messtechnik kein Thema.

Die Branche präsentiert sich als besonders investitionsfreudig. Die AMA-Mitglieder tätigten im Geschäftsjahr 2012 gut 9 % höhere Investitionen, nach einem bereits investitionsstarken Vorjahr, das mit einem Plus von 16 % abschloss. Die Sensorik und Messtechnik prognostiziert auch für dieses Jahr einen weiteren Investitionsanstieg von gut 2 %.

Als Hemmschuh des Jahres 2012 entpuppte sich das Exportgeschäft ins europäische Ausland. Die Exportquote ins europäische Ausland sank um fünf Prozentpunkte auf 22 %. Die Exportquote ins nicht europäische Ausland hingegen erstarkte um 4 Prozentpunkte und konnte damit die Verluste im innereuropäischen Export nahezu kompensieren.

„Die Sensorik und Messtechnik ist und bleibt eine stabile Branche auch im wirtschaftlich Auf und Ab der Märkte“, kommentiert der AMA-Geschäftsführer Thomas Simmons die neue Branchenauswertung. „Durch den wachsenden Bedarf an technologischen Herausforderungen, wie erneuerbare Energien, fortschreitende Automatisierung und der Robotik startet unsere Branche optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Das Inlandsgeschäft ist und bleibt stark. Das Exportgeschäft wird sich künftig wieder mehr in das nichteuropäische Ausland verlagern. Insbesondere die Asiaten setzen auf neue Technologien und können den enormen Bedarf nicht aus eigener Produktion decken.“

Fazit: Die Sensorik und Messtechnik blickt vorsichtig optimistisch ins laufende Jahr. Die Prognosen der AMA Mitglieder liegen bei einem Umsatzwachstum von 4 %. Positive Entwicklungen sieht die Branche im heimischen Markt. Rückblickend zeigt sich die Eurokrise als Wirtschaftsbremse im europäischen Exportgeschäft, im außereuropäischen Export sieht der AMA Fachverband hingegen Wachstumspotential.

(dw)

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