Aufbau eines globalen Vertriebsnetzwerks

Shanghai Pharma und DHL beschließen Zusammenarbeit

09.08.2017 Shanghai Pharma, einer der größten börsennotierten Pharmakonzerne Chinas, und DHL Supply Chain haben eine Absichtserklärung bezüglich der Nutzung der logistischen Infrastruktur unterzeichnet. Hintergrund dieser Zusammenarbeit sind diverse chinesische Regierungsinitiativen.

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DHL Supply Chain wird Shanghai Pharma bei der Optimierung von Qualitätskontrollen, Verschlankung der Distribution und Stärkung der Compliance mit nationalen und internationalen Vorschriften für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie unterstützen. (Bild: DHL Supply Chain)

DHL Supply Chain wird den Pharmariesen bei folgenden Punkten unterstützen: Optimieren von Qualitätskontrollen, Verschlanken der Distribution und bei der Stärkung der Compliance mit nationalen und internationalen Vorschriften für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Nach diversen Regierungsinitiativen, darunter die Anfang dieses Jahres eingeführte doppelte Rechnungsstellung und das Fapiao-System, wächst der Druck auf den chinesischen Pharmasektor, seine lokalen Lieferketten transparenter und effizienter zu gestalten.

Mit der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding erhält Shanghai Pharma vorrangigen Zugang zum globalen Logistiknetzwerk von DHL, einschließlich der Lösungen für temperaturgeführte Life-Sciences-Transporte nach Europa. Auch an der für die Expansion des internationalen Vertriebs nötigen Optimierung der Lieferkette von Shanghai Pharma wird DHL Supply Chain mitwirken.

Wachstumsmarkt Pharma

Cho Man, President und Executive Director, Shanghai Pharma erklärte: „Der chinesische Arzneimittelmarkt ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und gilt heute als zweitgrößter der Welt.“ Bis 2020 soll er Schätzungen zufolge bis auf 167 Mrd. US-Dollar wachsen. Sein Unternehmen erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 18 Mrd. US-Dollar. Chon Man weiter: „An der Qualität und Belastbarkeit unserer logistischen Infrastruktur entscheidet sich nicht nur, wie erfolgreich wir die neuen regulatorischen Anforderungen der doppelten Rechnungsstellung erfüllen, mit denen die Vertriebswege deutlich verkürzt werden, da pro Sendung nur noch zwei Rechnungen ausgestellt werden dürfen.“

Diesbezüglich äußerte sich Yin Zou, CEO Greater China, DHL Supply Chain: „Die chinesische Pharmabranche kämpft auf ihrem Heimatmarkt seit jeher mit einer hohen Fragmentierung sowohl des Kundenstamms als auch des Vertriebs.“ In jüngster Zeit jedoch wurde dieses Problem jedoch mit Gesetzesänderung wie der doppelten Rechnungsstellung angegangen.

 

 

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