Vignetten- und Originalitätsverschluss-Etikettierung für Faltschachteln

Sicher auf den Punkt

14.09.2007 Beim Etikettieren von Faltschachteln spielt die Sicherheit eine große Rolle: Fehlerhaft etikettierte Kartons müssen lückenlos erkannt und ausgeschleust werden. Und immer häufiger sind dabei hohe Ausbringungsleistungen gefragt, damit die Verpackung nicht zum Nadelöhr der Produktion wird.

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Die Zeiten, in denen Ausschuss bei Anfahrvorgängen von Pharma-Verpackungsmaschinen mit einem Schulterzucken hingenommen wurden, sind längst vorbei. Gerade bei hochwertigen Produkten ist es für den Pharmazeuten ärgerlich, wenn ausgerechnet im letzten Produktionsschritt – dem Aufbringen der Vignette oder eines Etiketts zur Kennzeichnung des Originalitätsverschlusses – Fehler passieren und das Produkt damit nicht in den Pharmahandel kommen darf.

Mit dem neuen System 580 Pharma hat sich Pago dem Problem in besonderer Weise angenommen. Bei Bedarf kann die Maschine sowohl zur Verschluss- und/oder zur Vignetten-Etikettierung eingesetzt werden. Besonderes Merkmal des Etikettierautomaten ist seine Ausbringung: Bis zu 500 Etiketten/min appliziert die vergleichsweise kompakte Maschine. Vignetten werden auf die Oberseite der Faltschachtel appliziert, während Originalitätsverschluss-Etiketten seitlich aufgespendet und über die Faltschachtelkante umgelenkt werden. Für eine präzise Positionierung sorgen ein spezielles Mitnehmerband und Führungen, welche die Faltschachtel während der Etikettierung in eine stabile Position bringen.
Dass die Etiketten auch vorhanden sind, wird direkt nach dem Applizieren von Sensoren überwacht. Eine optionale Auswurfstation sorgt dafür, dass fehlerhafte Schachteln aus der Produktionslinie entfernt werden.

Schnelle Format- und Chargenwechsel

Für den Betriebsalltag ist auch das Bedienkonzept ein wichtiger Aspekt: Etikettenbänder müssen einfach und sicher eingelegt werden können, Formate sollen schnell wechselbar sein, und auch die Bedienung soll weitgehend intuitiv erfolgen. In dem neuen Etikettierautomat wird der Trägerband-Rollenwechsel durch einen Schnellspann-Aufrolldorn vereinfacht (Pagomat 6/2). Die drei in die Maschine integrierten Etikettierautomaten lassen sich von einer Seite bedienen, was dem Bediener in integrierten Verpackungslinien lange Wege vermeiden hilft. Außerdem werden dadurch häufige Produktwechsel erleichtert und kleine Chargen möglich. Der Produkttransport in geteilten Mitnehmerbändern ermöglicht einen großen Formatbereich.

Insbesondere für Pharmaprozesse steht eine Reihe von Optionen zur Verfügung. Im optionalen Bedienkonzept „Advanced“ kann das System mit dem Softwaremodul Pharma Management Center (PMC) ausgerüstet werden.

Heftausgabe: September 2007
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Über den Autor

Armin Scheuermann, Redaktion Sagen Sie uns Ihre Meinung!armin.scheuermann@huethig.de
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