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Siemens errichtet Hochregallager für saudi-arabisches Molkereiunternehmen

19.07.2005

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Ausgangspunkt für den Bau des Hochregallagers waren die Pläne von Almarai, am bestehenden, rund 130 km südöstlich von Riad entfernten Standort Al Kharj ein neues Werk zu errichten. In dieser CPP2 (Central Processing Plant 2) genannten zentralen Produktion werden Säfte, Milch- und Käseprodukte hergestellt. Das neue Hochregallager ergänzt ein bereits vorhandenes Lager.


Neben der Projektorganisation und -abwicklung sowie der Integration des neuen Hochregallagers in das bestehende Distributionszentrum beinhaltete der von Siemens L&A durchgeführte Auftrag eine umfangreiche Palettenfördertechnik, über die Wareneingang, automatisches Hochregallager, Versand und Picking-Bereich miteinander verbunden sind. Fünf PC-gesteuerte Regalbediengeräte sorgen für zuverlässige Ein- und Auslagerung der Produkte, wobei in den insgesamt fünf Lagergassen eine doppeltiefe Einlagerung ermöglicht wurde.


Alle automatisch ablaufenden Transporte werden durch den Materialflussrechner gesteuert und koordiniert. Das übergeordnete Warehouse Management System verfügt außerdem über eine zertifizierte LES-Schnittstelle (Logistics Execution System) zu einer SAP-Applikation, über die sämtliche Prozesse in der CPP2 gesteuert werden. Das SAP-WM-Modul übergibt die Aufträge an das von Siemens konfigurierte dezentrale LES, das die Aufträge entsprechend weiterverarbeitet und mit dem Materialflussrechner kommuniziert, um die Lagerbewegungen in dem Hochregallager auszulösen. Da ein Teil der Waren manuell über RF-Pistolen (Radio Frequency) und ein anderer Teil automatisch identifiziert wird, musste hierfür eine spezielle IT-Funktion geschaffen werden.


Das 22 m hohe Palettenlager mit insgesamt rund 15600 Stellplätzen ist für drei Ladungshöhen sowie ein maximales Palettengewicht von 1000 kg ausgelegt. Es wird rund um die Uhr an sechs Tagen in der Woche betrieben, wobei 120 Paletten/h eingelagert werden können.

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