Digitales zum Anfassen

Digital Engineering im Verpackungsmaschinenbau

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10.04.2017 Entwicklungs- und Konstruktionsprozesse haben sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend verändert. Längst kommen auch hier vielfältigste digitale Methoden zum Einsatz.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Virtual Reality kann über die gesamte Laufzeit eines Projekts zum Einsatz kommen: von der ersten Vorstellung möglicher Lösungen über die konkretere Projektplanung und das Design Review bis hin zur Schulung des Bedienpersonals und letztendlich für die Planung von Anlagenmodifikationen.
  • Auch für Anlagen, die schon länger in Betrieb sind, kann dies von Nutzen sein, da die Konstruktionsdaten jeder gelieferten Maschine beim Hersteller hinterlegt sind und es mit überschaubarem Aufwand möglich ist, diese für Virtual Reality aufzuarbeiten.
Bild: Bausch + Ströbel

Das Modell der Anlage projiziert der VR-Center im Maßstab 1:1 an die Leinwand. (Bild: Bausch +Ströbel)

„Digital Engineering ermöglicht uns ein systematisches, interdisziplinäres und intelligentes Vorgehen in der Produktentwicklung“, erklärt Tobias Hörner, beim süddeutschen Spezialmaschinenbauer Bausch + Ströbel mit verantwortlich für diesen Prozess. Ein wichtiges Werkzeug hierfür ist das Virtual-Reality-Center (VR) des Maschinenbauers. Anwendung findet es im gesamten Produktionszyklus: von der ersten Vorstellung möglicher Lösungen über die konkretere Projektplanung und das Design Review bis hin zur Schulung des Bedienpersonals und letztendlich für die Planung von Anlagenmodifikationen. Selbst Strömunssimulationen (CFD) lassen sich hier bereits in einem frühen Projektstatus durchführen.

Flug durch die Maschine

Das Unternehmen stellt Abfüll- und Verpackungsmaschinen für die pharmazeutische Industrie her. Da das Angebotsspektrum sehr groß und die Maschinen in der Regel speziell auf die Bedürfnisse des einzelnen Kunden zugeschnitten sind, ist es selten möglich, einem Kunden ein für ihn passendes Modell in der Realität zu zeigen. Durch Virtual Reality gibt es jetzt aber einen Ausstellungsraum, in dem der Hersteller Interessenten alle verfügbaren Anlagen zeigen kann. Ein spezieller Beamer projiziert die jeweilige Anlage auf eine Leinwand, und der Betrachter kann mit einer speziellen 3-D-Brille an verschiedene Bereiche der Maschine gehen, diese von oben und von unten betrachten; die Perspektive des Bildes wird pausenlos neu für den jeweiligen Blickwinkel des Betrachters berechnet. Im Gegensatz zur Realität hat der Betrachter außerdem die Möglichkeit, Schnitte durch die Maschine zu zeigen oder durch die Maschine „zu fliegen“, sie quasi aus dem Blickwinkel eines zu befüllenden Vials zu betrachten. Möglichkeiten, die nicht nur in der ersten Entscheidungsphase, sondern auch während des gesamten Projektverlaufs zum Einsatz kommen können.

Mit virtuellem Bedienpersonal kann der Entwickler die Ergonomie einer Anlage testen, bevor sie physische Realität annimmt. (Bild: Bausch + Ströbel)

Mit virtuellem Bedienpersonal kann der Entwickler die Ergonomie einer Anlage testen, bevor sie physische Realität annimmt. (Bild: Bausch + Ströbel)

Heftausgabe: April 2017
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Über den Autor

Tanja Bullinger, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Bausch + Ströbel
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