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Smart Warehousing – Schritt für Schritt zum nachhaltigen Warenlager-Mapping nach GMP

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29.10.2015 Neue Technologien und Initiativen wie Industrie 4.0 geben den Weg in die Informatisierung der Fertigungsindustrie vor. Sie beeinflusst den gesamten Produktlebenszyklus: Von der Produktion über die Lagerung bis hin zur Transportlogistik bildet das Nutzen und Auswerten von Datenmaterial die Basis für Prozessoptimierung. Soweit die Theorie. In der Praxis stellt die zunehmende Informatisierung für zahlreiche Unternehmen eine echte Herausforderung dar - aber gleichzeitig auch eine Chance.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Nach rund sechsmonatiger eingehender Prüfung der in Frage kommenden Anbieter und Systeme entschied sich Herbalife für den Einsatz des Viewlinc Monitoring Systems.
  • Moderne elektronische Datenlogger verfügen über integrierte Sensoren. Sie messen, speichern und zeichnen Daten über den gesamten Zeitraum der Validitätstests hinweg auf.
  • Wichtig für ihre Auswahl ist beispielsweise eine geringe Messunsicherheit, eine gute Langzeitstabilität, hohe Genauigkeit im gesamten Betriebsbereich und eine rückführbare Kalibrierung im Messbereich.

Für Unternehmen, die nicht nur die eigenen Vorgaben, sondern auch behördliche Richtlinien beachten müssen, bedeutet sie zum Beispiel mehr und gezieltere Informationen und damit mehr Sicherheit und einen deutlich entspannteren Umgang mit den Behörden.

Faktoren wie der gestiegene Bedarf an Lagereinrichtungen aufgrund der Globalisierung der Fertigungsprozesse, der Anstieg von temperatursensiblen Produkten und die Veränderungen in der Technologie haben bei den für die Good Manufacturing Practice (GMP) zuständigen Behörden, wie etwa in den Vereinigten Staaten oder der EU, ein Umdenken bewirkt: weg von Qualität-durch-Test- hin zu Qualität-durch-Planung-Systemen. Die Behörden konzentrieren ihr Interesse zunehmend auf Lagerhaltung und Distribution und setzen
– speziell für sensible Produkte – auf das „Mapping“ von Temperatur- und Feuchteprofilen. Für viele Unternehmen bedeutet das ein Um- bzw. Aufrüsten ihrer Lager- einrichtungen, um ein gezielteres Mapping zu gewährleisten. Wer dabei Schritt für Schritt vorgeht, stellt sicher, dass die wichtigsten Elemente der Validierung berücksichtigt werden und sie den GMP-Anforderungen entspricht. Fachleute empfehlen dafür ein Neun-Punkte-Programm:

  • Erstellen eines Validierungsplanes,
  • Identifizieren der Risikobereiche,
  • Erarbeiten der Protokollinformationen,
  • Festlegen der Sensorverteilung,
  • Wahl der geeigneten Technologie,
  • Setup der Mappinggeräte,
  • Durchführung von Tests und Auswertung der Daten,
  • Durchführung von Änderungen sowie
  • Dokumentation und zeitliche Planung der Mapping-Tests.

Validierungs-Masterplan als Erfolgsfaktor
Ein Beispiel für eine gelungene Aufrüstung der Lager-einrichtungen ist Herbalife Ltd. Das 1980 gegründete, global tätige Unternehmen vertreibt in über 90 Ländern Produkte zur Gewichtskontrolle, gezielten Nahrungsergänzung und Körperpflege. Die gleichbleibend hohe Qualität von der Herstellung und Verpackung bis hin zur Lagerung wird in den Fertigungseinrichtungen, Testlaboren und Vertriebszentren durch die Good Manufacturing Practices (cGMP) gewährleistet.

Heftausgabe: November 2015
Seite:
Andreas Knop, Vaisala

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Andreas Knop, Vaisala
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