Alles in einem Abwasch

Spezielle Etiketten helfen Produktqualität in Brauerei zu sichern

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27.10.2015 „Bierbrauen ist ein traditionelles Handwerk. Gleichwohl gehen wir mit der Zeit. Das Fingerspitzengefühl erfahrener Braumeister zählt bei uns genauso viel wie moderne Computertechnik, “ erklärt Hans Senff, Betriebsleiter bei der Dithmarscher Privatbrauerei. Er ist stolz darauf, dass sich der Familienbetrieb aus dem schleswig-holsteinischen Marne im hart umkämpften Bier-Markt behauptet.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Um sich im umkämpften Bier-Markt behaupten zu können, ist die Qualität entscheidend. Wichtiges Werkzeug ist hier die Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse.
  • Hierzu setzt der Anwender auf ein Etikettier-System, mit dem er binnen weniger Stunden jedes einzelne Fass unter Zuhilfenahme der jeweiligen Chargennummer zurückverfolgen kann.
  • Die Herausforderung war, dass die Etiketten zwar gut haften und jederzeit abzulesen sein müssen. Gleichzeitig müssen sie, wenn die geleerten Fässer wieder in der Brauerei ankommen, leicht zu entfernen sein.

Um die hierfür nötige Qualität sichern zu können, setzt die Brauerei auf ein modernes Rückverfolgungssystem. Dabei spielen wiederum wasserlösliche Etiketten von Bluhm Systeme aus Rheinbreitbach eine Hauptrolle. Und Fingerspitzengefühl: Denn die mit dem Zebra-Desktopetikettendrucker gedruckten Etiketten klebt das Personal per Hand auf.

Fassgenaue Rückverfolgung
Jedes Fass der Brauerei muss zur Qualitätssicherung detailliert zurückzuverfolgen sein. Hierzu enthalten die individuell bedruckten Etiketten Informationen wie die Chargennummer. Mit dieser Information ermitteln die norddeutschen Brauer aufs Fass genau, wann eine spezielle Lieferung in Marne produziert wurde und welche Rohstoffe von welchen Lieferanten zum Einsatz kamen. „Es dauert maximal zwei Stunden, bis wir im Fall einer Kundenanfrage die genauen Produktionsdaten zusammen haben“, freut sich Senff über die Geschwindigkeit des ständig optimierten Rückverfolgungssystems.

Altes Handwerk, neue Technik
Einen festen Platz in diesem System hat der Zebra-Desktop-etikettendrucker. Er ist über die RS232-Schnittstelle ins Datennetzwerk der Brauerei eingebunden und erhält von dort die zu druckenden Daten. Der Anwender muss lediglich die Artikel- und Kommissionsnummer des aktuell zu kennzeichnenden Fasses in die eigens programmierte Bedienoberfläche eingeben. Alle weiteren Daten wie Produktname, Mindesthaltbarkeits- und Abfülldatum sowie Chargennummer ermittelt das System aus den Unternehmens-datenbanken und druckt sie gesammelt auf das Etikett. Das Fass selbst enthält am Rand einen RFID-Transponder, der mit einer eindeutigen Nummer codiert ist. Mit einem Handscanner liest das Personal die Nummer nach dem Befüllen und Etikettieren des Fasses aus. Per WLAN leitet das Gerät die Fassnummer dann an die Datenbank weiter, die sie den Produktdaten des Etiketts zuordnet.

Mehrweg stellt besondere Anforderungen
Bierfässer sind Mehrwegbehältnisse. Wenn der letzte Tropfen daraus durch den Zapfhahn gelaufen ist, treten sie ihren Rückweg zur Brauerei an, wo sie der Betreiber nach dem Waschen neu befüllt. Damit ändern sich auch die Erwartungen an die verwendeten Etiketten: Müssen sie erst vor allem gut halten und lesbar bleiben, sollen sie von den Rückläufer-Fässern nun wieder leicht und rückstandsfrei zu entfernen sein. Der Weg zu ihrer Lösung führte bei der Brauerei wie bei vielen anderen Kunden des Unternehmens für Kennzeichnungstechnik über das Etikettenauswahl-Formular auf dessen Internetseite.

Heftausgabe: November 2015
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Über den Autor

Selma Kürten-Kreibohm, Redakteurin, Bluhm Systeme
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