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Stada leidet weiter unter Ukraine-Krise

08.05.2015 Der Pharmakonzern Stada musste im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Das lag vor allem an Währungseffekten in Osteuropa und Russland sowie an den herausfordernden Rahmenbedingungen in dieser Marktregion.

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Stada leidet weiter unter Ukraine-Krise

Der Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff bestätigte, dass das Geschäft aktuell von herausfordernden Marktbedingungen in Osteuropa geprägt ist. Über gute Zahlen aus anderen Marktgebieten freut er sich (Bild: Stada)

„Angesichts großer Herausforderungen insbesondere in der Marktregion CIS/Osteuropa sind wir im 1. Quartal 2015 von einer schwierigen Geschäftsentwicklung ausgegangen. In den Marktregionen Zentraleuropa, Deutschland sowie Asien/Pazifik & MENA haben sich die Umsätze dagegen positiv entwickelt. Dementsprechend hat sich auch der bereinigte Free Cashflow verbessert“, so Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender des Arzneimittelherstellers.

Der Konzernumsatz ging demnach in den ersten drei Monaten des Jahres um 4 % auf 486,2 Mio. Euro zurück. Ausschlaggebend waren die Rückgänge in den Kernsegmenten Generika und Markenprodukte. Auch die Ertragskennzahlen waren deutlich rückläufig. Die Entwicklung resultierte aus negativen Währungseffekten aus der Schwäche des russischen Rubel und der Abwertung der ukrainischen Griwna sowie einem starken Vergleichsquartal in der Ukraine, das durch Vorzieheffekte gekennzeichnet war. Zudem war das vierte Quartal 2014 in Russland von hohen Bestellungen seitens der Großhändler und Apotheken im Vorfeld erwarteter Preiserhöhungen geprägt, was sich im ersten Quartal 2015 dämpfend auf den Umsatz ausgewirkt hat. In den anderen Marktregionen konnte der Konzern den Umsatz jedoch leicht steigern: in Deutschland um 1 % auf 127,2 Mio. Euro.

Für den weiteren Verlauf des Jahres 2015 rechnet der Hersteller aufgrund der anhaltenden Krise in Osteuropa, beim Konzernumsatz insgesamt ein leichtes Wachstum zu erzielen, wobei der Gewinnbeitrag aus Russland vermutlich weiterhin rückläufig bleibt.

Hier finden Sie die ausführliche Meldung mit allen Zahlen.

(su)

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